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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Osnabrück ärgert Oldenburg 361 Mal

29.12.2017

Oldenburg Noch vor zwei Jahren fristete Oldenburg in der Liste der größten deutschen Städte einen höchst unbefriedigenden 47. Platz – zwischen Ludwigshafen am Rhein und Leverkusen, aber selbstverständlich weit vor Osnabrück (49.). Heute, Ende 2017, hat sich in der Übermorgenstadt einiges verändert. Zwar liegt Oldenburg noch immer hinter Ludwigshafen am Rhein, nun allerdings auch noch hinter Osnabrück. Das ist die schlechte Nachricht.

Stolzes Zahlenwerk

Die gute, wenn man denn seine Hoffnung darauf setzen mag: Ganz amtlich ist das alles nicht. Denn der Bund hat derzeit mit einem erheblichen Zahlensalat zu kämpfen; bei den laufenden Bevölkerungsstatistiken gibt es massive Verzögerungen, weil das „neue technische Aufbereitungsverfahren umgestellt“ wurde und zum anderen „der Standard der Datenlieferung für die Wanderungsstatistik“ sich geändert habe, wie es vom Statistischen Bundesamt heißt. Will sagen: Anfang 2018 – „voraussichtlich!“ – soll es aktualisierte Zahlen zur städtischen Größenordnung geben, die aber beinhalten lediglich den Stichtag 31.12.2016.

In den Kommunen selbst lässt man es sich dennoch nicht nehmen, mit den eigenen Pfunden zu wuchern, das gilt nicht minder für unsere Stadt. 168 197 – so viele Menschen leben in Oldenburg entsprechend der jüngsten hausinternen Erfassung (am 30. November 2017). Das sind knapp 3000 mehr als noch im Jahr 2016 und sogar rund 10 000 mehr als im Jahr 2012.

Die offiziellen Landes- und Bundesrechner können aktuell nur mit den Zahlen von Mitte 2016 (!) hantieren. Dort gibt man dennoch ein wenig trotzig zu Protokoll: „Zu- und Fortzüge über die Landesgrenzen werden unter den Landesämtern ausgetauscht, das können die Kommunen nicht.“

Liebevoll gepflegter Einwohner-Wettstreit

Für den offenen, fast schon liebevoll gepflegten Einwohner-Wettstreit mit den Fast-Nachbarn aus Osnabrück reicht das alles nicht. Sie haben zum gleichen Stichtag – dem 30. November 2017 – 168 558 Einwohner mit Hauptsitz ebenda gezählt.

361 mehr als Oldenburg.

Zumindest in einer Verlautbarung gegenüber der Oldenburger NWZ. „Ach, das ist ja schön! Dann kann man sich ja weiter streiten“, hieß es da freudig im Osnabrücker Pressebüro nach Übermittlung der fragwürdigen frohen Kunde aus dem Nordwesten.

Reichlich Bewegung gab es aber natürlich auch bei den weiteren Vergleichsstädten Oldenburgs, den Tabellennachbarn von 2015: Leverkusen schickte auf Nachfrage am Donnerstag lediglich 166 144 Einwohner mit Stand 31.10.2016 voraus, Ludwigshafen am Rhein punktete hingegen bereits im Juni 2017 mit 171 262 Einwohnern. „Aktueller haben wir es leider nicht“, entschuldigte man sich im dortigen Statistikamt beim Rechercheanruf – unwissend, dass es weiterer, weil höherer Zahlen da gar nicht bedarf.

Schlecht prognostiziert

Sei’s drum. Vor genau 200 Jahren wurden die Einwohnerzahlen in dieser Stadt noch auf summa summarum 6300 geschätzt. Vor einem Jahrhundert, Ende 1917, ermittelte die Verwaltung ihre Bewohnerzahl nach „Ortsanwesenheit“ – das waren dann schon 26 791 Bürger. Wie schnell Oldenburg aber gerade in der jüngsten Vergangenheit gewachsen ist, zeigt ein NWZ-Bericht aus dem Jahre 2011.

„Die Experten der landeseigenen Förderbank NBank sagen der Stadt bis 2030 ein Bevölkerungsplus von 6 Prozent auf dann etwa über 171 000 Menschen voraus“, hieß es damals. Behält die Stadt den aktuellen Aufschwung bei, wovon angesichts der Bautätigkeiten und der Bedeutung der Region auszugehen ist, dürfte besagte Größenordnung bereits zehn Jahre früher als prognostiziert erreicht sein.

Flächen:
 Wohnbau: 28 599 143,7 m²
 Industrie und Gewerbe: 8 908 854,2 m²
 Gemischte Nutzung: 558 452,4 m²
 Land-/Forstwirtschaft: 32 814 534,4 m²
 Bes. funktionale Prägung: 2 959 175,7 m²
 Sport, Freizeit, Erholung: 5 981 275,2 m²
 Friedhof: 457 825,6 m²
 Verkehr: 13 676 180,2 m²
 Gewässer: 4 149 174,6 m²
 Andere Nutzung: 4 882 684,4 m²
 Gesamtfläche: 102 987 300,4 m²

Bauwerkshöhen:
Funkturm Elbestraße 101 m
Lambertikirche: 79,1 m
Schornstein Peguform 85 m
Silo Agravis am Stau 72,7 m
Kirche Eversten 55 m

Gesundheit & Soziales:
3 Krankenhäuser
1628 Krankenhausbetten
755 Ärztliches Personal
1582 KrankenpflegerInnen
410 niedergelassene Ärzte
16 Windpocken-Meldungen
1066 Fehleinsätze der Rettungsdienste

Tourismus:
24 Beherbergungsbetriebe
2208 Betten
1745 Campingplatznutzer
161 268 Gäste insgesamt

Wohnen:
43 762 Wohngebäude
86 718 Wohnungen

Kultur/Freizeit:
150 389 Museenbesucher
913 967 Ausleihen Bibliothek
112 Sportvereine

Wirtschaft:
79 595 Beschäftigte
334 Insolvenzen
1 039 804 t Güterumschlag
67 845 Schlachtungen

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