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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Gründung: Nahrung soll stärker aus Region kommen

23.10.2017

Oldenburg Appetit machen auf eine sozial gerechte, ökologisch produzierte und möglichst regionale Versorgung mit Lebensmitteln – das will der neue „Ernährungsrat Oldenburg“ erreichen. Die offizielle Gründungsveranstaltung hat am vergangenen Samstag im Stadtmuseum stattgefunden. Das Motto der Veranstaltung: „Watt de Buur nich kennt, dat frett he nich. Würde der Städter kennen, was er isst, würde er umgehend Bauer werden.“

Der Ernährungsrat Oldenburg soll ein beratendes Gremium werden, das eng mit der Stadtpolitik und -verwaltung zusammenarbeitet. Er will zusammen mit der lokalen Politik eine nachhaltige Ernährungsstrategie mit konkreten und messbaren Zielen entwickeln, in der die Wertschöpfung in der Region und bei den kleinbäuerlichen Betrieben und dem verarbeitenden Handwerk verbleibt.

Der Ernährungsrat bündelt die Interessen der lokalen Akteurinnen und Akteure und verleiht ihnen eine Stimme. Angestrebt wird ein aktiver Dialog, um so langfristig zukunftsfähige Strukturen für eine möglichst regionale Versorgung mit Nahrungsmitteln aufzubauen. Das Ziel ist eine selbstbestimmte Ernährungspolitik.

Bisher gibt es drei Ernährungsräte in Deutschland – in Köln, Berlin und Frankfurt am Main. Dem Rat gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung an. Die Stadt unterstützt den Ernährungsrat, indem sie zwei Mitarbeiterinnen für den Rat zur Wahl gestellt hat. Sprecher des neuen Ernährungsrates ist Nies Reininghaus.

In der feierlichen Veranstaltung zur offiziellen Gründung ließen die Initiatoren Revue passieren, was bisher erreicht wurde, wie der Ernährungsrat organisiert sein wird und wo es in der Oldenburger Ernährungszukunft hingehen wird. Gleichzeitig soll damit auch der Öffentlichkeit die Möglichkeit geboten werden, den Ernährungsrat Oldenburg näher kennen zu lernen und sich in Zukunft vielleicht auch selbst miteinzubringen.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, mit dem Ziel, Oldenburg als Leuchtturmprojekt für andere Städte in Niedersachsen nutzen zu können.

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Der Ernährungsrat Oldenburg ist ein zukünftiges Projekt des Vereins „transfer – Verein für Medienarbeit zugunsten einer gesunden Umwelt“ mit Sitz an der Bahnhofstraße 21. Dort wird er durch Frank Mrozek, Karin Rohé und Sebastian Beer vertreten.


Mehr Infos unter   www.ernaehrungsrat-oldenburg.de 
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