• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

13.000 neue Arbeitsplätze bis zum Jahr 2030

05.06.2018

Oldenburg Oldenburg wächst scheinbar unaufhaltbar. Diese Entwicklung wirft Fragen auf: Zum einen nach Wohnraum, zum anderen auch nach Gewerbeflächen, auf denen sich die Unternehmen ansiedeln können. Denn die Nachfrage ist groß, weiß Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der am Montag gemeinsam mit Klaus Wegling, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, ein „Gewerbeflächenentwicklungskonzept“ für die Stadt Oldenburg vorstellte.

Die Stadt geht davon aus, dass bis 2030 etwa 64 Hektar Gewerbeflächen benötigt werden. Zur Verfügung stehen bislang aber nur etwa 31 Hektar, warnte Krogmann vor einer negativen Entwicklung. Die Daten stammen aus einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten der Cima Beratung und Management GmbH Lübeck.

Kommentar

Infarkt droht

Grenzenloses Wachstum oder an dieser Stelle Stopp? Eine schwierige Entscheidung, die genau jetzt gefällt werden muss. 13.000 zusätzliche Arbeitsplätze bis 2030 – das klingt zunächst einmal gut. Doch die 13.000 Menschen, die daran hängen, wollen mit ihren Familien in der Stadt wohnen, oder zumindest in ihrer Nähe. Und sie wollen zu ihren Arbeitsplätzen oder zum Einkaufen fahren. Mit Blick auf die verstopften Straßen ist das kaum vorstellbar.

Oldenburg ist auf dem Weg zu einer echten Großstadt, mit all ihren Problemen. Die Infrastruktur muss da mithalten, sonst droht der Infarkt – und das nicht nur in verkehrlicher Hinsicht.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Flächen auf dem Fliegerhorst (etwa 20 Hektar), zu deren Erschließung wiederum der Bau der geplanten Entlastungsstraße erforderlich ist. Dafür habe die Stadt vor zehn Jahren auf Beschluss des Rates Flächen gekauft, über die nun die Trasse der neuen Straße führen solle. Sieben Hektar stehen dort zudem für weitere Gewerbeansiedlungen zur Verfügung. Sollte die Politik nun entscheiden, die Flächen nicht zu bebauen, wäre ein deutlich zu hoher Preis für das Grundstück gezahlt worden, warnte der Oberbürgermeister.

Innerhalb der vergangenen zwölf Jahre wurden etwa 50 Hektar an Gewerbeflächen verkauft, pro Jahr also etwa 4,4 Hektar, rechnete Wegling vor. In der Stadt gibt es aber mit den Gebieten nördlich des Krugwegs (Stadtnorden an der A 293) und an der Holler Landstraße weitere gute Möglichkeiten, Gewerbegebiete zu entwickeln, sagte Krogmann weiter. Allerdings befinden sich nicht alle Flächen bereits im Besitz der Stadt, schränkte er ein. Aufgabe der Stadt müsse es sein, in den Besitz dieser Grundstücke zu kommen. Kein leichtes Unterfangen, weiß der OB. Er verweist in diesem Zusammenhang auf Gebiete am Ende des Sandwegs, die allerdings zehn Grundstückseigentümern gehören. „Und die wohnen in sehr idyllischer Lage und werden einen Teufel tun, ihre Grundstücke zu verkaufen“, schätzt er die Situation durchaus realistisch ein.

Lesen Sie auch: NWZ-Spezial - Mieten, Bauen, Wohnen in Oldenburg

Für den Oberbürgermeister ist die Flächenentwicklung eine der wichtigsten Aufgaben der Stadtentwicklung der kommenden Jahre. Wachstumsfelder in Oldenburg sind nach Auffassung der Cima alle Dienstleistungsbereiche. Klaus Wegling, sieht dabei sehr umfassende Anforderungen auf die Stadt zukommen: „Die Palette reicht von eher traditionellen Bürogebäuden bis hin zu hochmodernen Forschungseinrichtungen, wie sie derzeit etwa in der Nähe der Universität entstehen.“ Mit 13.000 neuen Arbeitsplätzen in Oldenburg rechnen die Gutachter bis zum Jahr 2030. Eine zügige Entwicklung der Flächen sei deshalb unbedingt nötig.

Und so blieben auch verlassene Gewerbegrundstücke, wie beispielsweise an der Sandkruger Straße, Bloherfelder Straße oder Hundsmühler Straße, für die Ansiedlung von Unternehmen erhalten. Mit einer Wohnbebauung könnten die Grundstückseigentümer deutlich höhere Preise erzielen, weiß Krogmann.

Auch das Thema interkommunale Gewerbegebiete sprach der OB an. Diskutiert werde darüber bereits mit den Repräsentanten der umliegenden Gemeinden und Landkreise.

Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

NWZ-Immo.de
Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2104
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.