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Viele Tote durch Schüsse in Hanau –  auch mutmaßlicher Schütze tot
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Aktualisiert vor 4 Minuten.

Gewaltverbrechen Erschüttert Hanau
Viele Tote durch Schüsse in Hanau – auch mutmaßlicher Schütze tot

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Trotz gültigem Ticket: Bahn setzt Fahrgäste vor die Tür

07.04.2018

Oldenburg /Hannover Das Problem ist bekannt, aber geändert hat sich nichts: Am Freitag wurden erneut Passagiere eines Intercitys im Hauptbahnhof Oldenburg gezwungen, den Zug zu verlassen. Der Intercity, der zwischen Emden und Leipzig verkehrt, war offenbar an diesem Freitagnachmittag überfüllt.

Wie ein Augenzeuge berichtete, forderte die Zugbegleiterin die Fahrgäste zunächst auf, den Zug zu verlassen und stellte ihnen einen „Kompensationsgutschein“ in Aussicht. Weil die Resonanz nicht hinreichend groß war, so berichtet der Augenzeuge weiter, seien in einer zweiten Durchsage Reisende im Nahverkehr aufgefordert worden, den Zug zu verlassen. Die Polizei sei angefordert worden, die den Zug ansonsten räumen werde, so die Zugbegleiterin.

Aufgrund der „recht harschen Drohung“ hätten die meisten Passagiere, die den Zug im Rahmen des Nahverkehrs nutzen wollten, den IC tatsächlich verlassen. „Der Zug war danach ausgesprochen leer“, berichtetet der Bahnkunde der NWZ. Angestellte des Sicherheitsdienstes hätten die Eingänge nach dem Ausstieg der Passagiere bewacht. Der Zug, planmäßige Abfahrt 15.35 Uhr, habe Oldenburg mit gut zehn Minuten Verspätung verlassen.

Bereits in der Vergangenheit hatte Bahnpersonal Fahrgäste in Oldenburg gezwungen, trotz gültiger Fahrscheine einen überfüllten Intercity zu verlassen. Im August 2016 war die Bundespolizei eingeschritten; 70 Fahrgäste mussten aussteigen.

Hintergrund der Probleme ist, dass bestimmte IC-Verbindungen zwischen Emden und Bremen Fahrgästen des Nahverkehrs zur Verfügung stehen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft hat eine entsprechende Vereinbarung mit der Deutschen Bahn getroffen, um in Stoßzeiten zusätzliche Kapazitäten im Nahverkehr zu schaffen.

In der Vergangenheit hatte die Bahn betont, sie erfülle Vorgaben des Landes. Es sei zudem unwirtschaftlich, zusätzliche Waggons an betroffene ICs anzuhängen. Bedarf bestehe lediglich zwischen Oldenburg und Bremen; die restliche Strecke würden die Kapazitäten nicht benötigt.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft hatte zuletzt auf das Angebot an Nahverkehrszügen zwischen Oldenburg und Bremen verwiesen. „Wir wollen natürlich nicht, dass diese Angebote, die ebenfalls eine schnelle Verbindung bieten, weniger gefragt sind“, hatte ein Sprecher nach einem früheren Zwischenfall erklärt. Die IC-Züge seien lediglich als Ergänzung gedacht.

Die drohende Durchsage im Intercity am Freitagnachmittag sei jedenfalls „allgemein auf Unverständnis gestoßen“, berichtet der Bahnkunde. Die pauschale Weigerung der Mitnahme von Fahrgästen mit gültigem Fahrschein und die Androhung polizeilicher Maßnahmen sei „ungeheuerlich“, ärgert sich der Bahnfahrer. Sie stelle die Zusammenlegung von Nah- und Fernverkehr im Intercitys auf der Strecke bis Bremen grundsätzlich in Frage.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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