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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Hoher Aufwand für Gleishalle nötig

28.07.2018

Oldenburg Im Bemühen, die historische Gleishalle des Oldenburger Hauptbahnhofs zu erhalten, sind weiterhin die Gutachter und Fachplaner am Zug. Darauf weisen Vertreter der Stadt und der Bahn in einer gemeinsamen Erklärung hin. Sie bestätigen ausdrücklich die durch Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG, während seines Besuches im Mai im Rathaus signalisierte Zusammenarbeit und die derzeit laufende Ausarbeitung von Gutachten zur Sanierungsfähigkeit der Halle. „Ich freue mich, dass wir nun bald Klarheit über die Möglichkeiten zum Erhalt und den Sanierungsaufwand haben werden“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Auf Grundlage der gemeinsamen Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt und der Deutschen Bahn wurden mehrere Gutachten in Auftrag gegeben, um den aktuellen Zustand festzustellen. Die Baugrundgutachten haben ergeben, dass sämtliche Fundamente mit Mikropfahlgründungen verstärkt werden müssen. Messungen haben die bereits im Vorfeld festgestellte „Schiefstellung“ der Gleishalle bestätigt. Diese Schäden unterliegen aber keiner bestimmten Systematik – die Setzungen, Verdrehungen und Stauchungen gelten in Anbetracht des Alters des mehr als 100 Jahre alten Bauwerks als normal.

Untersuchungen von im Frühjahr entnommenen Materialproben an den Beton-Dacheindeckungen, den Nieten und den Stahlträgern kommen zu dem Ergebnis, dass die Dacheindeckungen auf jeden Fall erneuert werden müssen. Die Stahlträger sind aus Flussstahl und nicht schweißgeeignet.

Statische Berechnungen in Bezug auf die Urkonstruktion und den jetzigen Zustand der Halle haben ergeben, dass nach dem heute geltenden technischen Regelwerk die Halle nicht gebaut werden dürfte. Daher sind in jedem Fall sehr umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen an der Halle erforderlich.

In einem weiteren Schritt wird nun ein unabhängiger Sachverständiger Aussagen zu einer Sanierung der Halle sowie zu den Realisierungsmöglichkeiten treffen. Hierfür werden die statischen Berechnungen derzeit durch einen zertifizierten Prüfer beurteilt. Der von der Stadt eingesetzte Gutachter, das Büro HIG aus Köln, wird die Schlussfolgerungen der Bahn-Fachplaner nochmals kritisch prüfen. „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit der DB AG diesen konstruktiven Weg eingeschlagen haben“, sagt Stadtbaurätin Gabriele Nießen.

Für dieses Projekt arbeitet die Bahn erstmals mit der Methode BIM (Building Information Management). Bereits jetzt werden alle Untersuchungen und Ergebnisse in einem digitalen 3D-Modell festgehalten. In dieser Datenbank wurde die Gleishalle mit insgesamt 27 verschiedenen Bauteilen gespeichert. Jedes dieser Bauteile erhält spezifische Informationen und Vorschläge für eine Revitalisierung. Diese Vorschläge können der Ersatz des Bauteils, eine Verstärkung oder ein Korrosionsschutz sein. Somit ist es möglich, neben der Visualisierung gemeinsam mit den Fachvertretern der Stadt und des Landes die denkmalschutzrechtlichen Aspekte jeder Maßnahme im Einzelnen abzustimmen.

Voraussichtlich im Oktober werden Vertreter der Deutschen Bahn im Ausschuss für Stadtplanung und Bauen über den aktuellen Stand berichten.

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