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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Müllsünder sorgen für Schmuddelecken

17.01.2019

Oldenburg Müll zieht Müll an, weiß der Volksmund. Das gilt insbesondere für Orte, die dazu gedacht sind, Flaschen und Altkleider loszuwerden. So wie zum Beispiel Containerstandorte. Dort gilt eigentlich die im Prinzip einfache Grundregel: Glas und Altkleidung müssen in die Container – nicht daneben. Dass das nicht jeder beherzigt, zeigt das Beispiel am Pophankenweg. Ein brauner Pappkarton liegt durchweicht neben dem Container für Altglas. Darin: Kinderspielzeug aus Plastik. „Heute ist es nur ein Karton“, kommentiert ein Anwohner, der gerade dabei ist, sein Altglas ordnungsgemäß zu entsorgen: „Aber hier finden Sie häufig noch ganz andere Sachen: Sofas, Nachttische und Matratzen.“

Dennoch gilt der Standort bei der Stadt nicht als besonders auffällig. Da tun sich andere Plätze unrühmlich hervor, wie Sprecher Stephan Onnen auf Nachfrage mitteilt. Und weiter: 136 Stellplätze mit 353 Containern für die Altglasentsorgung gibt es derzeit im Stadtgebiet. Grundsätzlich werden diese einmal wöchentlich von Mitarbeitern des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) gereinigt.

Bußgelder

Fünf Plätze gelten als über das Normalmaß verschmutzt: Käthe-Kollwitz-Straße, Kurlandallee, Großer Kuhlenweg, Langenweg/Stubbenweg und Schellenberg; diese werden zweimal pro Woche gereinigt. Häufiger, sofern die Verschmutzung außergewöhnlich ist.

Strafe Bei illegalen Müllablagerungen drohen Bußgeldverfahren, die je nach Art und Umfang mit Strafen zwischen 50 und 2500 Euro belegt werden können.

Adresse prangt auf Unrat

Zurück zum Karton mit dem Plastikspielzeug. Gut sichtbar prangt ein Adressaufkleber auf der braunen Pappe. Name und Adresse der mutmaßlichen Besitzerin sind gut zu lesen. Bekommt die Adressatin den Karton jetzt von der Stadt zurück?  „Adressaufkleber an einem Karton“, teilt Onnen mit, „sind leider nicht so eindeutig, wenn persönliche Beobachtungen eines Zeugen fehlen. Theoretisch kann dieser Karton ja auch von einem Dritten zweckentfremdet worden sein.“ Nichtsdestotrotz werde laut Onnen in solchen Fällen eine Sachverhaltsfeststellung gestartet – dabei werden die möglichen Verursacher dazu aufgefordert, Aufklärung zu leisten und zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Seit April 2018 habe es 16 Vorgänge dieser Art gegeben.

Auch im Fall des Pappkartons? „In diesem konkreten Fall hat die Untere Abfallbehörde festgestellt, dass die Person, deren Nachnamen und Adresse dem Aufkleber zu entnehmen war, nicht mehr in Oldenburg gemeldet ist. Der Sache wird trotzdem weiter nachgegangen. Die Person wird also auch an ihrem neuen Wohnort demnächst Post von der Stadt Oldenburg bekommen.“ Solche Verfahren würden von der Stadt regelmäßig eingeleitet, wenn Verursacher bekannt geworden sind und diese „nachweislich“ die illegale Abfallentsorgung begangen haben. Dazu braucht es allerdings eindeutige Hinweise – sprich: Wenn sich jemand das Autokennzeichen eines Müllsünders notiert, an die Stadt weitergibt und als Zeuge benannt werden kann, kann diese dem Verursacher auf die Schliche kommen.

Knapp 80 Euro Strafe

Aufgrund solcher verwertbarer Hinweise konnten seit April 2018 sieben Bußgeldbescheide und vier Verwarngelder verhängt werden. Die höchste Strafe (103 Euro = 75 Euro + Verwaltungskosten und Gebühren) wurde gegen jemanden verhängt, dem nachgewiesen werden konnte, dass er Fensterholzrahmen verbrannt hat, was laut Stadt auch als illegale Abfallentsorgung zählt. Mit Bußgeldern von knapp 80 Euro wurden Müllsünder belegt, die zwei Plastiktüten mit Abfall beim Containerstandort bei Real am Alten Postweg abgelegt hatten. Bußgeld gab es zudem für illegal entsorgte Fußmatten und Verpackungsmaterial am Trommelweg und für einen zurückgelassenen Staubsauger am Stubbenweg.

Um dem Problem zu begegnen, ist die Stadt auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen und ruft dazu auf, der Unteren Abfallbehörde (Telefon  235-2183), dem AWB oder über das Service-Center der Stadt (Telefon  235-4444) Hinweise auf Verursacher zu melden.

Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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