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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Fragen & Antworten: Das Coronavirus in Oldenburg und Ostfriesland

04.03.2020

Oldenburg /Im Nordwesten Seit Tagen wächst bundesweit die Zahl der Coronavirus-Infizierten. Nun gibt es auch im Nordwesten einen bestätigten Fall. Ein 21-Jähriger aus Rastede (Landkreis Ammerland) hat sich mit dem Virus infiziert. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle in Niedersachsen auf vier (Stand: 3. März 2020). Auch in Bremen gibt es Fälle. Die Übersicht wird fortlaufend aktualisiert, sobald es neue Entwicklungen gibt.

Wo hat sich der Rasteder angesteckt?

Der junge Mann war laut der Stadt Oldenburg in Palenberg bei Heinsberg in Nordrhein-Westfalen zu Gast. Er feierte dort Karneval und steckte sich wahrscheinlich dort an.

Wie wurde die Infektion entdeckt?

Der 21-Jährige hatte, als erste Symptome auftraten, seinen Hausarzt telefonisch informiert. Er wurde unter den vorgegebenen Schutzbedingungen untersucht. Er hatte demnach keinen Kontakt zu Personal oder anderen Patienten, bei dem eine Übertragung hätte stattfinden können.

Ein privates Labor habe, wie auch in anderen Fällen, den Test übernommen und das zuständige Gesundheitsamt informiert, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Wie geht es dem jungen Mann?

Er soll die vergangenen Tage bei seiner Mutter in Oldenburg verbracht haben, teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Aktuell klage der Patient über Hals- und Gliederschmerzen und habe eine leicht erhöhte Temperatur. Er leide nicht unter Vorerkrankungen. Er werde medizinisch intensiv betreut, sein Zustand sei gut.

Ist er in Quarantäne oder im Krankenhaus?

Sowohl der 21-Jährige als auch seine Mutter (56) stehen unter häuslicher Quarantäne.

Wie läuft eine häusliche Quarantäne ab?

Kurz gesagt: Wer unter Quarantäne steht, darf das Haus für 14 Tage nicht verlassen. Das Robert-Koch-Institut stellt auf seiner Internetseite einen Muster-Bescheid zur Verfügung. Dieser wird auch Verwaltungen zur Verfügung gestellt, die Menschen unter Quarantäne stellen müssen.

Das mehrseitige Dokument listet sowohl Rechte als auch Pflichten des Patienten auf. Die wichtigste Pflicht: Die Wohnung darf ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen werden.

Was ist noch geregelt?

Ferner ist es den Menschen nicht gestattet, „Besuch von Personen zu empfangen, die nicht Ihrem Haushalt angehören“. Außerdem dürfen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, oder andere Befugte, Untersuchungen durchführen und auch die Wohnung betreten.

Wer unter Quarantäne steht, muss außerdem zweimal täglich Fiebermessen und ein Tagebuch zu Symptomen, Körpertemperatur und Kontakten zu weiteren Personen führen.

Auch Hygieneregeln sind genauer definiert, Der wichtigste Punkt: „Minimieren Sie soweit möglich die Kontakte zu anderen Personen.“ auch eine „räumliche und zeitliche Trennung“ von anderen Menschen im gleichen Haushalt sollte eingehalten werden. Das bedeutet: In anderen Räumen als zum Beispiel der Partner oder die Partnerin bleiben und nicht gemeinsam essen.

Das Gesundheitsamt informiere sich laut Robert-Koch-Institut täglich „über die häusliche Quarantäne sowie über Ihren Gesundheitszustand“.

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Mit wie vielen Menschen hatte der Ammerländer Kontakt?

Zwei weitere Personen, eine aus dem Ammerland und eine aus der Stadt Wilhelmshaven, hatten „Sprechkontakt“ mit dem Patienten. Beide wurden ebenfalls unter häusliche Quarantäne gestellt. Darüber hinaus wird weiter nach Personen gesucht, die Kontakt zu dem Mann hatten und sich eventuell infiziert haben könnten.

Sind die Behörden vorbereitet?

Die Stadt Oldenburg und der Landkreis Ammerland sehen sich gut vorbereitet. Landrat Bensberg mahnte in Richtung unvorbereitete Ärzte an, dass Arztpraxen wissen müssen, was sie bei Corona-Verdachtsfällen zu tun hätten. Auch müssten sie entsprechend ausgestattet sein. Das sei ihre Pflicht.

Frau in Ostfriesland infiziert – Was ist bekannt?

Das Coronavirus hat am Mittwoch auch Ostfriesland erreicht. Eine 32-jährige Frau aus der Gemeinde Westoverledingen (Landreis Leer) hat sich mit dem Virus angesteckt. Sie wird im Marien-Hospital in Papenburg (Landkreis Emsland) behandelt und ist dort isoliert.

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Die Patientin ist stabil. Jetzt werden die Kontaktpersonen und die Infektionskette ermittelt. Dabei arbeiten die Gesundheitsämter der Landkreise Leer und Emsland eng zusammen. Die Frau hat einen Lebensgefährten; er ist zu Hause in Quarantäne, zeigt bisher aber keine Symptome. Das Paar hat keine Kinder.

Bei verdächtigen Symptomen: 112 anrufen?

Die Großleitstelle des Oldenburger Landes meldet, dass immer mehr Menschen wegen Fragen zum Coronavirus die 112 wählen. Ist das der richtige Weg? Nein.

Die 112 ist für Notfälle zuständig. Wer den Verdacht hat, sich mit Sars-CoV-2 infiziert zu haben, sollte sich telefonisch mit dem Hausarzt in Verbindung setzen.

Wie ist die Situation in Niedersachsen?

Am Wochenende war die erste Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Niedersachsen bekanntgeworden. Ein 68 Jahre alter Mann aus Eltze in der Gemeinde Uetze (Region Hannover) hatte sich offensichtlich während einer Busreise nach Südtirol angesteckt. Einen weiteren Fall gibt es im Kreis Cuxhaven. Hintergrund ist hier laut Landkreis eine Reise nach Norditalien. Der Mann sei in häuslicher Quarantäne, seine Frau als Kontaktperson ebenso.

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Kontaktpersonen von Patienten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen sollten isoliert und so schnell wie möglich auf das Virus getestet werden, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann. Im Falle einer Ansteckung würden die entsprechenden Kontaktpersonen ermittelt. „Trotz dieses zweiten bestätigten Falles zirkuliert das Virus in Niedersachsen weiterhin nicht. Offenbar hat sich der junge Mann beim Karneval in der Nähe von Heinsberg in Nordrhein-Westfalen angesteckt“, betonte die SPD-Politikerin.

Um Arztpraxen zu entlasten, sollen in Niedersachsen regionale Testzentren eingerichtet werden. Diese sollten eigentlich bis Ende der Woche die Arbeit aufnehmen - das sei aber wohl nicht möglich, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. Das größte Problem sei fehlende Schutzkleidung – ohne Schutzkleidung drohten Ärzte auszufallen und in Quarantäne geschickt zu werden.

Wie ist die Situation in Bremen?

Außerdem wurden zwei weitere Menschen in Bremen positiv auf das neue Virus getestet. Damit erhöhte sich deren Zahl in Bremen auf insgesamt drei.

Lukas Fuhrmann, Sprecher der Bremer Gesundheitssenatorin, teilte am Dienstag mit, dass es sich bei einem der beiden Fälle um einen Fernfahrer handele. Er werde im Klinikum Bremen-Ost versorgt. Zwei Kontaktpersonen seien ohne Symptome in häuslicher Quarantäne. Der zweite neue Fall sei ein Mann, der nach der Rückkehr aus dem Skiurlaub in Südtirol über Symptome geklagt habe; er sei mit seiner Frau, die ebenfalls Symptome zeige, in Quarantäne. Das Testergebnis der Frau stehe noch aus. Einen ersten Fall gab es in Bremen am Wochenende.

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