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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Oldenburg in Absurdistan

15.09.2018

Was ist eigentlich im Oldenburger Rathaus los? Autofahrer, die so einen Zickzackkurs fahren, hätte die Polizei schon längst aus dem Verkehr gezogen.

Da verkündet OB Jürgen Krogmann in dieser Woche, dass es keine Fahrverbote in der Stadt geben wird. Mit einem „Green City Plan“ wolle man das Problem mit den überschrittenen Stickstoffdioxid-Werten am Heiligengeistwall in den Griff bekommen.

Und was passiert nächsten Montag? Da steht der grüne City Plan im Verkehrsausschuss auf der Tagesordnung. Nach derzeitiger Lesart könnten nun doch wieder ältere Autos ausgesperrt werden. Nicht aus einer riesigen Zone, wie mal geplant, sondern nur aus dem Bereich Heiligengeistwall. Okay, damit werden die meisten Dieselfahrer wohl notgedrungen leben können. Sie fahren dann halt einen Umweg (durch andere Straßen) – und pusten auf diesem noch ein paar Schadstoffe mehr in die Oldenburger Luft.

Welche Experten denken sich eigentlich einen solchen Quatsch aus?

Der automobile Eiertanz hat Oldenburg ohnehin schon mehr als genug geschadet. Geschäftsleute sind verunsichert – und investieren erstmal nicht in der Innenstadt. Die Menschen in der Stadt und im Umland sorgen sich.

Das dauerhafte Schlechtreden der Oldenburger Luft kann ich nicht mehr nachvollziehen. Nein, wir wohnen nicht im Kohlenpott der 70er Jahre. Und nein, wir haben auch nicht zu viel gefährliches Stickstoffdioxid in der Luft. Nur an einer Messstelle in der Stadt werden Grenzwerte überschritten. Übrigens auch dann, wenn die Straße für den Verkehr gesperrt ist.

Statt schon wieder einen neuen „Green City Plan“ aus der Schublade zu zaubern, sollte unsere scheidende Baudezernentin einfach mal diesen merkwürdigen Messcontainer überprüfen lassen. Oder will sie unbedingt noch in ihrer Rest-Amtszeit eine Anti-Autofahrer-Kerbe in den Schreibtisch ritzen?

Jürgen Krogmann hat es in dieser Woche ja schon einmal getan: ein Machtwort gesprochen. Ein Fahrverbot soll es nicht geben. Vielleicht sollte er dieses Machtwort noch einmal im Verkehrsausschuss so lautstark wiederholen, dass es auch in der Bauverwaltung ankommt.

Vielleicht wird dann auch endlich mal der Container – wirklich – überprüft. Denn nur weil irgendwo in der Stadt ein einzelnes Messgerät umstrittene Daten produziert, muss man nicht gleich für zig Millionen neue Busse kaufen oder den Wall für Diesel sperren.


Den Autor erreichen Sie unter 
Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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