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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Jahresbilanz Vorgestellt: Weniger Strafprozesse am Amtsgericht Oldenburg

27.02.2020

Oldenburg Das sind erfreuliche Nachrichten für Oldenburg: Im Jahr 2019 sind die vor dem Amtsgericht verhandelten Strafsachen wieder rückläufig. Das zumindest geht aus dem Jahresbericht des Gerichtes hervor, der am Mittwoch vorgestellt wurde.

Mit 8354 eingegangenen Verfahren bei den Erwachsenen ist das der niedrigste Wert der vergangenen Jahre (siehe Grafik). Ebenso verhält es sich bei den Jugendlichen mit aktuell 1089 Fällen. „Wir erkennen aber keinen Trend“, erklärte Dr. Horst Freels, Direktor des Amtsgerichtes. Die Zahlen seien stabil.

Abgenommen haben auch die Zivilverfahren (2193 in 2019). „Das ist ein Anzeichen für die gute wirtschaftliche Lage“, interpretiert Freels die Zahlen, die seit 2016 sinken. Der Grund: Wem es gut geht, streitet weniger. Gestützt wird diese Einschätzung mit der ebenfalls weiter sinkenden Zahl der Unternehmens- (245 in 2019, 254 in 2018) sowie der Verbraucherinsolvenzen (349 in 2019, 406 in 2018).

Am meisten beschäftigte das Gericht aber die sogenannten Grundbuchsachen. „In Oldenburg entstehen ganze Stadtteile neu“, so Freels. In diesem Zusammenhang seien viele, zum Teil komplexe Eigentumsverhältnisse zu dokumentieren. Auch wenn der Wert rückläufig sei, befinde er sich immer noch auf einem hohen Niveau.

Was das Amtsgericht ebenfalls beschäftigt, ist die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Amts- und Mandatsträger. „Ich erhalte zunehmend Briefe und Mails in denen ich beleidigt werde“, berichtet Freels. Dabei würden die Hemmungen der Verfasser immer deutlicher fallen.

Seine Kollegin Richterin Martina Sketta spricht von einer zunehmenden Respektlosigkeit im Gerichtssaal. „Wir lassen uns viel gefallen und wissen, dass es vor Gericht Situationen gibt, in denen beteiligten Personen etwas rausrutscht, aber irgendwann ist die Grenze überschritten“, sagt der Direktor des Amtsgerichtes und betont, dass er solche Fälle auch anzeige.

Ein weiterer Bereich in dem Freels sich Verbesserungen wünscht, ist die Personalsituation. „Wir gehen noch nicht unter, sind aber an der Belastungsgrenze, egal ob es um Richter, Rechtspfleger oder Mitarbeiter aus dem mittleren Dienst geht.“

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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