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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Tanzen, Trinken und Terenzi treffen

14.01.2019

Oldenburg Mit Kegeln hat das Hallenstadtfest nichts mehr zu tun, aber traditionsreiche Namen bleiben eben. So heißt das Hallenstadtfest auch dieses Jahr immer noch „Kegelparty“. Gekegelt werden allerdings nur noch die leeren Becher auf der Theke, wenn überhaupt. Das störte am Samstag allerdings niemanden in der Weser-Ems-Halle so wirklich, denn zwischen Tanzen, Trinken und dem Treffen von Freunden war auch gar keine Zeit mehr für irgendwas anderes.

Wie das auf Feiern so ist, kommen die Leute eher später als früher. Um 22 Uhr, eine Stunde nach dem offiziellen Beginn, sind die einzelnen Bereiche nur spärlich besiedelt. Am ersten der runden Tische in der Club-30-Halle herrscht aber schon auffallend gute Stimmung. Die Freundinnen Bettina, Nicole und Monika schwingen zum Disco-Sound mit – momentan laufen hier Hits der 80er. „Abschalten vom Alltag,“ lautet die Begründung zum Feiern. Das Trio kennt sich seit über 20 Jahren und kommt schon lange hier her.

Mal so richtig feiern

Zwei Hallen weiter, in der Club Arena, sind die Beats schon härter, die Beleuchtung spärlicher. Ein paar Tapfere hotten auf der Tanzfläche ab, so richtig Club-Atmosphäre mag hier aber noch nicht aufkommen – nichts, was zwei Cocktails und drei Bier nicht richten könnten. Philipp Kunkel und seine Freunde, gerade erst angekommen, haben da weniger Hemmungen als die Umstehenden. „Wir haben schon länger nichts mehr unternommen und wollen deshalb mal so richtig feiern“, ruft Philipp über den Bass hinweg. Das sollte hier wohl keine allzu große Herausforderung werden.

In der Main Area, wo die große Bühne aufgebaut ist, läuft Passendes zum „Mallorca vs. Ibiza“ Thema, aber der der Refrain „Scheißegal, Wuppertal“ verliert sich dann doch etwas zwischen den aufgebauten Bierbuden – genau wie die Besucher. Aber keine Bange, ist ja noch früh.

Es wird langsam voller

Auf der anderen Seite des Komplexes, wo in Scheune von der Late Night Showband tanzbare Sachen gemacht werden, die ja traditionell eher ins Beuteschema der Generation Neue Deutsche Welle fallen, ist es um 22.30 Uhr schon ziemlich voll. Warum auch warten mit dem gemütlichen Feiern? „Früher waren wir immer bis drei Uhr morgens unterwegs, aber man wird eben nicht jünger“, erklärt Hildegard, die ihren Mann zum Bier holen geschickt hat.

Ab 23 Uhr läuft das Stadthallenfest dann so langsam warm. In der Club Arena läuft irgendwas Progressives, was die Tanzwilligen mit einem komplizierten Rhythmus vor Herausforderungen stellt. Im Bereich Club 30 ist dank des Songs „Billy Jean“ kein Vorankommen möglich. In der Main Area gibt es unter der Regie des Chaos Disco Teams auch endlich eine Menschenmenge auf der Tanzfläche. „Wir geben heute Vollgas!“, schallt es von der Bühne. Weniger würde wohl auch nicht funktionieren.

Zwischen den Tanzwütigen prosten sich Lea und ihre Freundinnen zu. Sie feiert hier ihren Junggesellinnenabschied, genau wie es lange vorher geplant wurde, verrät Mitverschwörerin Gesche. Rund 7000 Besucher wird der Veranstalter am Ende gezählt haben.

Marc Terenzi ganz nah

Der Star des Abends ist Marc Terenzi, den man diese Tage eher mit dem Dschungelcamp als mit Sarah Connor verbindet. Mit Musik natürlich auch. Vor seinem Auftritt gab es für vier Leserinnen in Bloherfelde dank eines NWZ-Gewinnspiels auf Facebook die Gelegenheit, Marc Terenzi hinter der Bühne ganz persönlich kennenzulernen. „Ich habe ja nicht damit gerechnet, dass ich gewinne“, sagte Ivonne etwas nervös. Alle Anspannungen lösten sich dann aber schnell, nachdem Marc auf seine Couch einlud. „Ich habe ja hier in der Nähe gewohnt“, sagte er in sympathischem Deutsch-Englisch-Kauderwelsch, „fast zehn Jahre muss das her sein“.

Schnell zeigt er Fotos von seinen Kindern, erzählt über Familienleben und das Dschungelcamp. „Kein Essen, kein Schlaf, da bist du irgendwann wirklich an der Grenze“, fasst Marc seine Erlebnisse zusammen. Am Sonntag reist er schon wieder ab, um für sein neues Album „I’ll Be There“ zu trainieren. „Das wird gut“, freut er sich.

Marc Terenzis Auftritt kurze Zeit später füllt die Main Area dann problemlos. „Wir sind nicht wegen ihm hier“, versichern die Freundinnen Simone und Claudia lachend, die als Teil eines Vierer-Teams zum Feiern gekommen sind. Ein bisschen mitgetanzt haben sie dann aber trotzdem.

Wie so viele andere auch. Und das bis tief in die Nacht, ja vielmehr bis zum frühen Morgen. Um 6.30 Uhr wurden dem Vernehmen nach die letzten Mitfeierer aus der Halle gekegelt. Wohlgemerkt: Die „Housedestroyer“ hatten bereits eineinhalb Stunden früher ihren Auftritt beendet.


Video:   nwzonline.de/videos 
Arne Haschen NWZ-Mitarbeiter
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