• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Historische Oldenburger Wagenremise wird abgerissen

09.02.2019

Oldenburg Der Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages sieht keinen Denkmalschutz für die Wagenremise der ehemaligen Artilleriekaserne an der Auguststraße. Damit ist der Weg endgültig frei für einen Abriss. Das Evangelische Krankenhaus möchte und darf nun an dieser Stelle ein Ärztezentrum sowie eine Parkgarage bauen.

Wann die Remise genau abgerissen wird, konnte Dr. Alexander Poppinga, Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses, auf Nachfrage der NWZ nicht sagen. Das Krankenhaus habe die Baupläne immer weiterverfolgt und werde davon auch nicht abweichen. Es sei zudem durch einen städtebaulichen Vertrag verpflichtet, Parkraum zu schaffen, der auch von der benachbarten Jade-Hochschule genutzt werde. Für den Neubau habe das Ev. allerdings noch keinen Bauantrag gestellt.

Der Abriss des Gebäudes ist vor wenigen Tagen bereits von der Stadtverwaltung in einem Schreiben an das Krankenhaus genehmigt worden, die offensichtlich vorab von der Entscheidung des Landtags-Gremiums informiert worden ist. Der Petitionsausschuss hatte sich am 9. Januar zum Thema Wagenremise beraten und der Landtag ist in seiner Sitzung am 24. Januar der Empfehlung des Gremiums gefolgt. Krankenhausgeschäftsführer Alexander Poppinga hatte trotz mehrfacher Nachfragen erst im Gespräch mit der NWZ von dieser Entscheidung erfahren. Für den Abriss hätte die Geschäftsführung eigentlich keinen Antrag bei der Stadtverwaltung einreichen müssen.

Im Kern lässt sich die Begründung des Petitionsausschusses auf zwei Punkte zurückführen: Zum einen ist das gesamte Areal der ehemaligen Artilleriekaserne nicht denkmalschutzwürdig, im Laufe der Zeit sind starke bauliche Veränderungen durch den Aussichtsturm der Feuerwehr oder den Anbau der ehemaligen Fachhochschule (heute Jade Hochschule) vorgenommen worden. Auch an der ehemaligen Wagenremise seien beispielsweise die Tore erheblich vergrößert worden, damit die Löschfahrzeuge der Feuerwehr hindurchpassten. Die Feuerwehr hat mittlerweile die Auguststraße verlassen und ist in einen Neubau an der Ibo-Koch-Straße in Bürgerfelde gezogen.

Und auch das letzte Hintertürchen zur Rettung der Remise hat der Petitionsausschuss geschlossen. „Neben seiner geschichtlichen oder künstlerischen Bedeutung kann einem Bauwerk eine städtebauliche Bedeutung zukommen, wenn es an einem Standort das Stadt-, Orts- oder Landschaftsbild in einer charakteristischen Weise prägt“, heißt es in der Begründung. „Dies ist jedoch bei dem ehemaligen Wagenhaus durch die Veränderungen an der Bausubstanz erheblich eingeschränkt.“

Der Niedersächsische Landtag stärkt zudem auch das Vorhaben des Bauträgers: „Die Bauabsichten des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg sind (...) allein Sache des Bauherren. Soweit die Planungen den Vorschriften des öffentlichen Baurechts entsprechen, sind die Bauherren frei in ihren Entscheidungen. Die zuständigen Behörden dürfen die erforderlichen Genehmigungen dann nicht verwehren.“

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2104
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.