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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Weser-Ems-Halle begräbt die Oldenburger Gartentage

13.03.2019

Oldenburg Lust, in der Erde zu wühlen, haben bei diesem Wetter höchstens Regenwürmer. Aber irgendwann wird’s wieder richtig Sommer. Und wer in der heimischen Oase blühende Landschaften erwartet, sollte rechtzeitig säen. Anregungen gibt es in diesem Jahr keine. Zumindest nicht bei den Gartentagen. Die sind nämlich verblüht.

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Sparsam

„Die Messe war kein Überflieger. Man muss auch wirtschaftlich denken. Das kostet auch alles“, sagt Sonja Hobbie. Durch die Blume: Es lohnt sich nicht mehr. Die Geschäftsbereichsleiterin Messen hat die Gartentage einst beim Aufblühen begleitet: 2013 entschied man sich, in der Weser-Ems-Halle die traditionsreiche „Blumenschau“ durch eine Messe mit Produkten und Anregungen rund um den Garten abzulösen. Sie sei damals mit riesiger Euphorie an die Sache gegangen, sagt Sonja Hobbie, schließlich befinde sich Oldenburg inmitten einer Hochburg der Baumschulen. „Das Umfeld stimmt, dachten wir.“

So richtig wachsen wollte die Idee, Deko und Einrichtung, Fachwissen und Hobbytipps miteinander zu kombinieren, aber nicht. „Eine bunte Messe für grüne Lebensart passt nicht in eine Halle“, resümiert Sonja Hobbie. Mit Landpartie haben Rosenkugeln und kleine Springbrunnen, Windlichter und Korbschaukelstühle auf kaltem Betonboden nichts zu tun. Abgezeichnet habe sich das schon lange. 2017 kam dann die Idee, Besuchern mehr Appetit zu machen. Die Gartentage wurden um „Mohltied“ erweitert. Die Essens-Messe sollte erstmal laufen lernen. Inzwischen ist sie der Renner. Und in diesem Frühjahr das einzige Zugpferd.

„Wir wollten einen sauberen Cut“, sagt Sonja Hobbie. Die Gartentage sind kurzerhand – in abgespeckter Form – verpflanzt worden. Bei der Nordhaus-Messe, Ende Februar, widmete sich ein kleiner Teil dem „planerischen Gartenaspekt“, sagt Sonja Hobbie. Bestimmte Aussteller wären ohnehin auf beiden Veranstaltungen vertreten gewesen. Zäune, Rasenmäher, Holzschuppen können Weser-Ems-Hallen-Besucher also künftig auf der Bau- und Wohn-Messe finden. Angeboten wurden und werden auch Fachvorträge von und für Gärtner. Die seien auch sehr gut besucht gewesen, sagt Sonja Hobbie.

Für schöne Details gibt es keinen Platz mehr. Natürlich wäre das für bestimmte Aussteller ein Verlust, sagt die Messeleiterin. Die müssten dann bis Herbst auf die „Kunst und Handwerk“ warten. Und die Gäste? Von denen gab es noch keine Vermisstenmeldungen.

Spätestens am Wochenende, wenn „Mohltied“ umsonst nach Rosenranken abgegrast wird, könnte die Frage nach den Gartentagen aufkommen. Im Trend liegt der grüne Daumen nämlich nach wie vor, ist die Messeleiterin überzeugt. Inspiration und Faszination liefere da der Park der Gärten. „Und der hat durchgängig auf.“

So richtig traurig ist Sonja Hobbie über die Trennung nicht. „Ich bin kein Fan vom Themenmix“, sagt sie und wünscht sich eine „saubere, klare Zielgruppe“ für die „Food-Messe“. Die soll auch noch weiter ausgebaut werden. „Das Thema Kochen und Genuss kommt an“, sagt Sonja Hobbie. Spannend werde es natürlich, wie viele Gourmets es ohne Grünfläche auf die Messe lockt und welche Altersklasse hier ihren Wissenshunger stillen will. Die Veranstalterin sieht es locker: „Der Markt verändert sich. Rügenwalder macht auch vegetarische Wurst. Also warum sollen wir nicht auch was anders machen?“

Während die Regenwürmer beim Oldenburger Schietwetter nach Herzenslust in der Erde wühlen, können sich Weser-Ems-Hallen-Besucher also von Freitag bis Sonntag Anregungen für die nächste Grillparty im Garten holen oder Grünkohl anbauen, um daraus Smoothies zu mixen.

Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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