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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Einkaufstrolley mit 10.000 Euro ist wohl auf dem Müll gelandet

09.02.2018

Oldenburg Die Geschäftsfrau nimmt den Verlust ihres Geldes mit Humor – Galgenhumor, wie sie am Donnerstag in einem Gespräch mit der NWZ betonte. Der 69-Jährigen war am Dienstag ein Einkaufstrolley, in dem sich unter anderem 10 000 Euro Bargeld befanden, durch die geöffnete Heckklappe ihres Wagens auf die Cloppenburger Straße gefallen. Ein Müllwagen des Abfallwirtschaftsbetriebes hielt an und entsorgte den Trolley in der Müllkammer des Lasters. Das teilten nach Angaben von Polizeisprecher Stephan Klatte Zeugen des Vorfalls am Donnerstag mit.

Die Frau war von Kreyenbrück kommend über die Straße Ewigkeit zunächst zur Cloppenburger Straße gefahren. Bevor sie gegen 13.30 Uhr losfuhr, musste sie allerdings erst einmal Eis kratzen. Anschließend muss sie die Heckklappe des Autos offenbar nicht fest genug geschlossen haben, die Klappe öffnete sich während der Fahrt und der Koffer fiel auf die Straße.

Den Vorfall hatte „ein netter Herr“ beobachtet, der sie erst am Marschweg/Ecke Gartenstraße vor der roten Ampel ansprechen konnte, als das Auto hielt. Die 69-Jährige fuhr sofort zurück und suchte die Straße ab – ohne Erfolg.

Eine Versicherung wird wohl nicht zahlen. „Gegen Dummheit kann man sich nicht versichern“, schätzte die Geschäftsfrau die Situation in einem Gespräch mit der NWZ durchaus realistisch und humorvoll ein. Gegen 10 Uhr sei sie am Donnerstag von einer Polizistin angerufen und informiert worden. Die Beamtin habe offenbar zuvor mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb Kontakt aufgenommen und erfahren, dass der Koffer geschreddert worden sei.

Die Stadtverwaltung bestätigt diese Mitteilung. Da diverse Autos dem Trolley ausweichen mussten, habe ein Mitarbeiter der Besatzung des Müllwagens das Verkehrshindernis beseitigt und den arg demolierten Koffer in die Schüttung geworfen. „Er war davon ausgegangen, dass der ramponiert aussehende Trolley von irgendjemandem am Straßenrand ,entsorgt’ wurde und der Koffer sich so auf die Fahrbahn ,verirrt’ hat“, teilte Stadtsprecher Stephan Onnen mit. Nichts habe darauf hingedeutet, dass es sich um ein Gepäckstück handele, das aus einem fahrenden Auto gefallen sei. Es habe keine Auffälligkeiten gegeben, die auf den Inhalt schließen ließen.

Wie üblich habe das Sammelfahrzeug dann die Abfallstoffe in der mechanischen Abfallaufbereitungsanlage Neuenwege entleert. „Das gesammelte Material wurde noch am selben Tag der Aufbereitungsanlage zugeführt und mechanisch zerkleinert“, teilt die Stadt weiter mit. Anschließend seien keine verwertbaren Rückstände mehr zu finden gewesen.

Der aufbereitete Restmüll sei anschließend der Endverwertungsanlage in Bremen-Blumenthal zugeleitet worden. Der Anlagenbetreiber wurde nach Bekanntwerden der Trolley-Suche umgehend vom Abfallwirtschaftsbetrieb kontaktiert, aber auch hier war leider nichts zu entdecken, was weiterhelfen würde.

Die Geschäftsfrau meinte abschließend, froh zu sein, einen Ehemann zu haben, der ihr gesagt habe, dass es Wichtigeres im Leben gebe als dem verlorenen Geld hinterherzutrauern – Gesundheit beispielsweise.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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