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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Küstenschutz-Prognose: Sperrwerk schützt Oldenburg

07.11.2019

Oldenburg Die Karte sieht dramatisch aus, von der Nordsee bis Oldenburg und Delmenhorst zieht sich eine rote Fläche: Land at risk, zu Deutsch Land in Gefahr. Bereits im Jahr 2050 könnte Oldenburg durch den Anstieg des Meeresspiegels regelmäßig überschwemmt werden. Das haben US-Forscher errechnet. Stimmt das? Steht Oldenburg in 31 Jahren mit den Füßen im Wasser? 

„Da bin ich ziemlich fest von überzeugt, dass das nicht so ist“, sagt Cord Hartjen, Vorsitzender des I. Oldenburgischen Deichbandes, der sich um die Bereiche südlich der Hunte bis zur Weser kümmert. Und das nicht nur, weil die US-Forscher Elemente wie bereits existierenden Küstenschutz nicht berücksichtigt haben.

50 Zentimeter Sicherheitsaufschlag

Land unter: Wasser steht in der Amalienstraße. BILD: D. Richter

1962 – die Jahrhundertflut

Im Februar 1962 erlebte der Norden eine Jahrhundertsturmflut. Auch 1200 Hektar des Oldenburger Stadtgebiets standen unter Wasser, als in der Nacht auf den 17. Februar die große Flut kam. Bornhorst und Eversten ähnelten einer Seenplatte.

Um das Elsflether Hinterland (z.B. Elsfleth, Oldenburg, Zwischenahn) vor solchen Sturmfluten zu schützen, so erklärt es der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, wurde von 1976 bis 1979 das Huntesperrwerk gebaut.

Nasses Ungemach drohe Oldenburg aus Richtung Jadebusen oder Weser, zumindest dann, wenn keine Schutzmaßnahmen getroffen würden. Doch da bleibt Hartjen gelassen: 50 Zentimeter sind bei den Deichen als Sicherheitsaufschlag, quasi als Reserve eingerechnet. Sollte noch mehr Schutz in der Höhe notwendig werden, ist auch das möglich: „Wir können technisch eine Höhe bis zu 1,20 Meter umsetzen. Das hieße, noch einmal 70 Zentimeter drauf.“

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Hartjen erklärt außerdem:  „Oldenburg wird geschützt durch das Huntesperrwerk und Polder.“ Die Polder seien bislang nur gering gefüllt. „Da ist noch viel Luft nach oben“.

Klimawandel an Öffentlichkeit herantragen

Auch wenn er die Situation also anders beurteilt als die US-Forscher, sieht Hartjen in solchen Veröffentlichungen dennoch eine Berechtigung: „Zumindest wird so dazu beigetragen, dass ein Umdenken angeregt wird. Bei unseren CO2-Werten muss sich etwas ändern.“ Denn der Ausstoß begünstige den Klimawandel und damit einhergehend den Anstieg des Meeresspiegels. „Daher finde ich es gut, wenn das Thema in die Öffentlichkeit kommt. Auch die ganze Bewegung rund um Greta Thunberg trägt dazu viel bei“ 

Zurzeit ist der Deichband damit beschäftigt, den Generalplan von 2007 umzusetzen. Doch bis der abgebaut ist, gehen noch fünf bis zehn Jahre ins Land.

Ein ganz anderes Problem

Dabei steht der Verband noch vor einem ganz anderen Problem, als dem Anstieg des Meeresspiegels: Die Fachkräfte gehen aus. „Es fehlen Techniker und Ingenieure“, bestätigt Hartjen. Bislang habe man viel mit dem NLWNK zusammengearbeitet, die entsprechendes Personal gestellt hat: „Doch da wird es eng.“

Wer sich also für eine Zukunft als Ingenieur oder Techniker interessiert, steuert in der Branche einer guten Zukunft entgegen, da ist sich Hartjen sicher: „Der Deichbau wird nicht enden.“

Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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