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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Porträt: Bessere Perspektiven für Afrika schaffen

09.09.2020

Oldenburg /Laatzen Wie wird man Honorarkonsul eines Landes? „Zwei Regierungen müssen sich einig sein“, sagt der Oldenburger Unternehmer Ralf Seßelberg (Prom­Event & Media, Rastede) lapidar. Tatsächlich spiele aber das ehrenamtliche Engagement eine große Rolle. Über Kunden aus der Musikbranche wurde sein Interesse an der zentralafrikanischen Republik Kongo (ehemals Kongo-Brazzaville) geweckt. Seitdem reist der 52-Jährige mindestens dreimal jährlich in das Land und sammelt unter anderen Spenden für eine öffentliche Schule, in der auch Kinder mit körperlichem Handicap unterrichtet werden sollen.

Vor zehn Jahren sei der Botschafter des Kongo in Deutschland dann auf ihn zugekommen, ob er nicht als Honorarkonsul wirken könne, berichtet Seßelberg. Er sagte zu. Das „Dienstjubiläum“ wurde am Montagabend in kleiner Runde in der Zentrale des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in Laatzen bei Hannover gefeiert. In dem futuristischen Gebäude aus Stahl und Glas stehen dem Honorarkonsul seit acht Jahren eigene Räume zur Verfügung. Grußworte bei der Feier sprachen Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne und Konsul Jean Pierre Malanda aus der Botschaft des Kongo in Berlin. Er bat Seßelberg, seine Arbeit fortzuführen und warb um Vertrauen in die Regierung seines Landes.

In Kongo (nicht zu verwechseln mit der Demokratischen Republik Kongo) regiert Machthaber Denis Sassou-Nguesso mit absoluter Mehrheit. Amnesty International berichtet von politischen Gefangenen. Nach dem „Korruptionsindex“ von Transparency International lag das Land mit seinen fünf Millionen Einwohnern im Jahr 2017 auf Platz 161 von 180 Ländern. Das war aber nicht das große Thema der Feierstunde. In seinem Festvortrag ging Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) auf Klimaschutz, den Erhalt des Regenwaldes und Perspektiven der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ein. Er regte einen Know-how-Transfer auf Verwaltungsebene und in der Landwirtschaft an. Mit einem Durchschnittsalter von 19,7 Jahren gehört die Republik Kongo zu den jüngsten Ländern auf dem Kontinent. Bildungschancen für junge Menschen seien die beste Grundlage für eine stabile Demokratie, meinte Lies.

Das sieht Seßelberg ähnlich. Der Unternehmer wirbt für ein stärkeres Engagement der Wirtschaft im Kongo. In den zehn Jahren seiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe er 920 Termine wahrgenommen und rund 247 000 Kilometer zurückgelegt. Weil er gute Perspektiven sieht, will der Oldenburger weiter die Republik Kongo repräsentieren. Das Afrika von morgen werde ein anderes sein, glaubt Seßelberg.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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