• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Kein Witz: Oldenburg hat einen Zoo

11.08.2018

Wenn „lebende Exemplare von Wildtierarten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr“ in einer Einrichtung gehalten werden, spricht die EU von einem Zoo. Geregelt ist das in der Richtlinie 1999/22 EG über die Haltung von Wildtieren in Zoos. Damit ist klar: Oldenburg hat einen Zoo und zwar im Botanischen Garten.

Dort unterhält die Universität mehrere Volieren mit den verschiedensten Vogelarten: Sittiche, Tauben, Hühner und Eulen. Insgesamt mehr als 100 Vögel aus etwa 30 Arten, wie die Uni mitteilt. Außerdem gibt es im Botanischen Garten diverse Amphibien und Frettchen. All diese Arten leben irgendwo auf der Welt auch als Wildtiere, können und sollen im Oldenburger Botanischen Garten ganzjährig betrachtet werden. Nach den Kriterien der EU also ein astreiner Zoo.

„Ja, wir haben einen Zoo und wissen das auch“, sagt Corinna Dahm-Brey, Pressesprecherin der Universität. Die Stadt führe den Botanischen Garten auch als Zoo, deshalb werde auch regelmäßig der Amtstierarzt vorstellig, was bei einem Botanischen Garten ja nicht gang und gäbe sei. Auch das Land Niedersachsen habe ihn als Zoo anerkannt, gemäß dem Paragrafen 45 des Landes-Naturschutzgesetzes.

Das hört sich erst einmal gut an, ist aber nicht ohne. Denn an einen Zoo stellen sowohl die EU-Richtlinie als auch das Niedersächsische Naturschutzgesetz strenge Anforderungen: So müssen sich Zoos an Forschungsaktivitäten beteiligen, die zur Arterhaltung beitragen. Und sie müssen die Aufklärung und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für den Erhalt der biologischen Vielfalt fördern.

Die Tiere müssen artgerecht gehalten, gut ernährt und tiermedizinisch gut versorgt werden. Außerdem muss über alle Tiere angemessen Buch geführt werden. Wenig überraschend wird auch gefordert, dass in einem Zoo darauf geachtet wird, dass die Tiere nicht entkommen können.

All das sei selbstverständlich erfüllt, versichert Dahm-Brey. Dafür sorge unter anderem ein sehr erfahrener Tierpfleger, der durch Freiwillige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes unterstützt werde. Die Tierärztin der Universität untersuche die Tiere regelmäßig und sei in Notfällen parat. Außerdem sei dafür gesorgt, dass die Herkünfte der Tiere, ihre Einfuhrbescheinigungen, Impfungen und Beringungen den Anforderungen entsprächen.

Die Volieren gibt es schon seit den 1930er Jahren. Heute sei er ein Schaufenster der Universität, sagt Dahm-Brey. 70 000 Besucher kämen pro Jahr in den Botanischen Garten, viele davon vor allem wegen der Vögel. Die Zahl steige stetig an. Beliebt seien die Tiere auch bei Studierenden und bei den vielen Kindergartengruppen und Schulklassen, die den Botanischen Garten besuchen. „Wie groß die Verbundenheit der Bevölkerung mit den Tieren im Garten ist, zeigen auch die vielen Patenschaften“, so die Pressesprecherin. „Die meisten unserer Tiere haben bereits einen oder mehrere Paten, die finanziell zur Haltung und Pflege der Tiere beitragen.“

Die gute Nachricht zum Schluss. Für den Oldenburger Zoo wird man auch in Zukunft keinen Eintritt zahlen müssen, versichert die Uni. Weitere Paten seien aber natürlich jederzeit gerne gesehen.

Katja Mielcarek
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2103

Weitere Nachrichten:

EU | EG

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.