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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bellen und Gackern in der Weser-Ems-Halle

11.11.2019

Oldenburg Als hätte sie nie etwas anderes gemacht, manövriert die siebenjährige Ronja Schröder einen großen Oldenburger Wallach namens Schöngeist durch die Weser-Ems-Halle. Zurück im Stall gibt es zur Belohnung für das Tier erst mal eine Banane. Darauf ist Schöngeist nämlich ganz versessen. Das Pferd gehört zu Anja Welker.

Die „Ammerländer Amazone“ hat im Schau-Ring gezeigt, was das Tier in Sachen Dressur so zu bieten hat. Für den Rückweg zum Stall hat sie den Sattel der jungen Petersfehnerin überlassen. Die beiden kennen sich gut, Anja Welker ist Ronjas Sportlehrerin und weiß, dass das Mädchen seit seinem dritten Lebensjahr im Sattel sitzt. Gemeinsam mit ihren Eltern und Bruder Felix (9) ist Ronja zu Gast bei der Messe „Mein Tier“ in den Weser-Ems-Hallen.

Freilauf ohne Gitter

Es bellt, schnaubt und gackert in den unterschiedlichen Bereichen der Messe. Einer der entspanntesten Stände findet sich in der Hundewelt: Große Neufundländer liegen auf der Erde und lassen sich von allen streicheln, die vorüberkommen. Egal ob Kleinkind oder Großvater. „Es sind die perfekten Familienhunde“, erklärt Besitzer Rolf Frankenberg. „Nichts kann sie aus der Ruhe bringen. Daher werden sie auch für Besuche in Altenheim oder in Schulen eingesetzt.“ Und Dundee, ein 65 Kilo schweres schwarz-weißes Tier wird der Beschreibung gerecht. Auch wenn ein Kind mal etwas ungestümer streichelt, ist ihm das herzlich egal. „Wir sorgen natürlich für Pausen und achten darauf, dass die Tiere Spaß haben“, sagt Frankenberg.

Ein Auge auf den Umgang haben auch Dr. Paul Morthorst und Pamela Wandscher vom Veterinäramt der Stadt. Sie begleiten die Messe bereits, bevor die Türen geöffnet werden. Die Aufstallungen und Gesundheitszustände der Tiere stehen auf dem Prüfstand. Und auch, dass die Tiere möglichst artgerecht präsentiert werden. So tummeln sich ganz gitterfrei Höckergänse und Seidenhühner auf einer Freilauffläche inmitten der Bauernhofwelt mit ihren Ziegen, Schafen, Kaninchen und Kühen. „Einige der Hühner lassen sich streicheln“, sagt Pamela Wandscher, die am Stand des Veterinäramtes auch Rede und Antwort zur Haltung von Tieren steht.

Nilwaran und Lemminge

In der Katzenwelt buhlen Britische Kurz- und Langhaar und Norwegische Waldkatzen um begehrte Plaketten. Wer erfolgreich war, hat bereits ein Schleifchen mit „Best of best“ oder „Best of Show“ am Käfig hängen. Neben den Tieren gibt es alles, was das Halterherz für die Haustiere begehren kann: Futter, personalisierte Decken, Körbchen oder Halsbänder sowie verschiedenste Leckereien. Das Oldenburger Tierheim ist da und die Katzenhilfe auch.

Der Durchgang zum sogenannten Dschungel ist in schummriges Licht getaucht. Tarnnetze und große Pflanzen sorgen für die richtige Atmosphäre, in der die Aquarien leuchten – darin Bewohner vom Neonfisch bis zur Schildkröte. Doch auch exotischer geht es zu: Das Klimahaus Bremerhaven hat einen Nilwaran aus Afrika und Moorlemminge aus Alaska dabei. An einer Wand sind die Tiere zu sehen, auf die Ronjas Bruder Felix sich am meisten freut: Spinnen. Während es seine Schwester zu den Hunden zieht, am liebsten hätte sie selbst einen Dalmatiner, ist der Neunjährige angetan von den Arachnoiden.

„Wir sprechen ganz unterschiedliche Interessen an“, sagt dazu Sonja Hobbie von den Weser-Ems-Hallen. Und das Konzept geht auch im 25. Jahr der Messe auf: „Wir hatten bereits am Samstag ein Plus gegenüber den Besucherzahlen vom Vorjahr, dabei ist der Sonntag der stärkste Tag.“ Zwischen 13 000  und 15 000 Menschen besuchen die „Mein Tier“ jedes Jahr. „Es ist ein schönes Zeichen, dass die Besucherzahlen so stabil sind“, freut sich Hobbie, die den Gästen eine breite Palette präsentieren möchte.

Nur auf eine Sache müssen Besucher verzichten – und das aus gutem Grund: Tierkinder. „Bei uns dürfen Tiere erst ab dem siebten Monat mitmachen“, erklärt Hobbie. „Wir sind kurz vor Weihnachten und wollen nicht, dass Tiere unterm Baum landen, weil die Jungen so niedlich sind.“

Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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