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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Nachhaltigkeit: Die Nase voll vom Wegwerfen

20.10.2018

Oldenburg Größer. Schneller. Weiter. Einen Rekord aufstellen. Das wäre toll. Schließlich gibt es noch viel zu retten.

Rentner, Schüler, Studenten, Lehrer, Arbeitslose, Hobbybastler – alle packen mit an, um die Welt ein bisschen heiler zu machen. Sechs Repair Cafés gibt es in allen Teilen der Stadt. Und es sollen mehr werden. „Acht. In München gibt es sechs. Und das ist eine Großstadt“, sagt Niko Paech.

Der Nachhaltigkeitsforscher will mehr Orte in Oldenburg, wo Menschen kaputte Gegenstände reparieren und reparieren lassen können. Und er will aufklären, verändern, revolutionieren. Derzeit arbeitet der Uniprofessor gemeinsam mit Repair Café-Koordinator Barthel Pester an einem Nachschlagewerk für Betriebe, die sich kaputter Gegenstände annehmen. „Reparierbar“ soll ein Atlas für Leute werden, die das Wegwerfen satt haben.

„Das ist die Ökonomie der Zukunft“, sagt Niko Paech, „die bisherige Wirtschaft ist nicht mehr aufrecht zu erhalten“. Man müsse sich fragen, was bisher gescheitert sei. Man habe zu viel Aufmerksamkeit auf nachhaltige Herstellung gelegt. „Gar keine Herstellung, das ist der Schlüssel.“ Die Oldenburger hätten zu einem sehr großen Teil begriffen. „Wir haben hier eine aktive Zivilgesellschaft“, sagt er und schwärmt von den Foodsharern, die übrig gebliebene Lebensmittel retten und verwerten, den vielen Kleidertauschbörsen, etlichen Eigeninitiativen und dem großen Interesse an den Repair Cafés.

Vortragsreihe zur Reparatur-Kultur

Mittwoch, 24. Oktober: „Reparatur in der Postwachstumsökonomie“ von Niko Paech Mittwoch, 21. November: „Ein wirksames Handlungsprogramm für mehr Haltbarkeit“ von Stefan Schridde Mittwoch, 21. November: „Flicken, ausbessern und workarounds – die Wiederentdeckung der Reparatur“ von Katharina Dutz Mittwoch, 5. Dezember: „Vorweihnachtliches und Unterhaltsames – vom Bauen und Reparieren auf Spitzbergen und an den Küsten früher und heute“ von Jörn Bohlmann Mittwoch, 19. Dezember: „Co-Being House – ein Haus, in dem Menschen gemeinsam leben und reparieren können“ von Van Bo Le-Mentzel; Beginn um 16 Uhr Mittwoch, 9. Januar: „CSX – mit Solidarunternehmen die Wirtschaft reparieren“ von Marius Rommel Mittwoch, 23. Januar: „Müll ist ein Mangel an Phantasie – wie ich mein Haus von 1983 bis 85 aus gebrauchten Werkstoffen gebaut habe“, von Karl-Heinz Heilig Die Vorträge finden von 18 bis 20 Uhr in der Waldorfschule, Blumenhof 9, statt

Momentan sei er in Verhandlungen mit der Stadt, eine nicht benötigte Immobilie als Lernort, für Fortbildungen und Workshops mit professionellen Handwerkern zur Verfügung zu finden. Bürger, die kritische Fragen stellen, Kommunen als eigene Wirtschaftsräume – Niko Paech hat nicht grundlos große Visionen. „Wir leben auf Pump“, sagt er, bereits im April diesen Jahres seien die Ressourcen der Erde aufgebraucht gewesen. Darum startet an diesem Mittwoch eine für jedem verständliche Vortragsreihe zur Reparaturkultur, die am 7. und 8. März von einer Tagung an der Uni gerahmt wird, die neben Podiumsdiskussionen, Workshops und Vorträgen die Vorstellung von Forschungsergebnissen beinhaltet. Die Veranstaltungsserie als Fortsetzung der Postwachstumsökonomie-Vorträge setzt sich im April 2019 mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeits-Bildung fort.

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Die Vortragenden der Auftaktstaffel seien den Veranstaltern „in den Schoß gefallen“, neben den Initiatoren kommen innovative und aktive Oldenburger zu Wort. Gemeinsam mit etlichen Interessierten gilt es Rekorde aufzustellen – nicht nur mit den meisten Repair Cafés für eine Stadt in dieser Größenordnung. Es gibt noch viel zu retten.


Mehr Infos und Termine unter   www.repaircafeoldenburg.org 
Lea von Deylen Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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