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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Hier fühlen sich Bienen wohl

23.05.2018

Oldenburg „Bienen haben es schwer“, „Die Bienen sterben aus“ oder „“Bienen finden immer weniger Nahrung“ sind Aussagen, die man seit einigen Jahren immer häufiger hört. Fakt ist: Monokulturen, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und ein geringer werdendes Angebot von Nistmöglichkeiten, insbesondere für Wildbienen, machen den schwarz-gelben Insekten das Leben schwer.

Jeder kann den Bienen helfen

Glücklicherweise ist es nicht besonders schwer, den Bienen unter die Arme zu greifen. „Jeder kann etwas tun, um ein gutes Nahrungsangebot für Bienen zu schaffen – egal, ob man einen großen Garten oder nur einen kleinen Balkon hat“, verrät Erika Brunken, Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie der Landwirtschaftskammer im Gespräch mit der NWZ.

BILD: Warnecke
BILD: Wabitsch
BILD: Gambarini
BILD: Warnecke

Diese Pflanzen mögen Bienen

Zierlauch stammt aus Asien. Die Pflanze bildet kugelige Blüten und wird circa 50 Zentimeter hoch.

Sonnenhut kann bis zu drei Metern hoch wachsen und ist als Zierpflanze in Parks beliebt.

Pfingstrosen gibt es in vielen Farben. Die Pflanze wird auch in der chinesischen Medizin verwendet.

Elfenspiegel stammt aus dem südlichen Afrika und wird gerne als Zierpflanze auf Balkonen verwendet.

„Essentiell für Bienen ist ein vielfältiges Blütenangebot, möglichst vom Frühling bis in den Herbst hinein“, sagt die Diplom-Ingenieurin. Je mehr Blüten im Garten oder auf dem Balkon vorhanden seien, desto besser für die fleißigen Tiere.

Wichtig bei der Gestaltung von Balkon oder Garten sei die optimale Ausnutzung der Lichtverhältnisse. „Pflanzen, die groß werden, kommen im Beet nach hinten, die kleineren nach vorne, damit die Bienen das vorhandene Angebot auch sehen können“, so die Expertin. Darüber hinaus würden Pflanzen, die viel Sonne bekommen, mehr kohlehydrathaltigen Nektar produzieren, den die Bienen sammeln.

„Bienen sind blütentreu“

Je besser das Angebot ist, desto häufiger kommen die Insekten zu den pflanzlichen Futterquellen zurück, weiß Erika Brunken: „Bienen sind blütentreu. Der Ort, an dem sie Futter finden, steuern die Tiere immer wieder an.“

Ihre Futterquellen würden Bienen vor allem an den bunten Farben der Blüten erkennen. „Deshalb sollten die Pflanzen im Garten und auf dem Balkon auch möglichst bunt sein, denn die verschiedenen Farben sind die Reize, die die Bienen anlocken“, erklärt Brunken.

Jedem, der selber von blühenden Pflanzen profitieren will, empfiehlt die Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie, Kräuter wie Oregano, Salbei oder Schnittlauch anzupflanzen und einen Teil der Triebe blühen zu lassen. „Dann können die Bienen Pollen und Nektar sammeln und man selbst erntet Kräuter.“

Geschlossene Blüten bereiten Probleme

Problematisch sei für Bienen, wenn die Blüten der angebauten Pflanzen geschlossen seien, wie zum Beispiel bei einigen Rosen. „Dann kommen die Tiere nicht an den Nektar und fliegen andere Pflanzen an.“

Fatal seien auch schlicht gestaltete Gärten. „Wenn sich der Trend zu Kiesflächen in den Gärten weiter durchsetzt, finden Bienen immer weniger Nahrung. Genau so verhält es sich mit Rasenflächen, die zum Beispiel mit Mährobotern permanent gemäht werden – denn Blumen können so keine Blüten ausbilden. Es schadet nicht, Teile einer Rasenfläche auch einfach mal wachsen zu lassen.“

Ein Interview zum Thema „Imkern in Oldenburg“ mit der Vorsitzenden der Oldenburger Imkervereins gibt es hier.

Wolfgang Alexander Meyer
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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