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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Naturschutz: Mauerseglern unter die Flügel gegriffen

03.09.2018

Oldenburg Unter Einsatz eines Hubsteigers sind am Samstag bei WE-Druck an der Wilhelmshavener Heerstraße in 22 Meter Höhe 30 Nistkästen mit jeweils zwei oder drei Nisthöhlen für Mauersegler angebracht worden. Ziel ist es nach Mitteilung des Naturschutzbundes, den Mauerseglern unter „die Flügel zu greifen, indem man ihnen Brutplätze schafft. Das WE-Druck-Gebäude sei dafür ideal, da die Tiere Brutplätze in luftiger Höhe sehr lieben. WE-Druck, ist ein Schwesterunternehmen der Nordwest-Zeitung.

Mauersegler stehen als „die“ Sommervögel für die warme Jahreszeit. Sie treffen aus ihren westafrikanischen Winterquartieren stets rund um den 1. Mai ein und verlassen Norddeutschland rund um den 1. August, teilt der Nabu mit. In den drei Monaten ihres Aufenthalts müssen sie für eine Brut sorgen – und verbringen fast ihr gesamtes Leben in den Lüften. Die Nahrungsaufnahme, die Aufnahme von Flüssigkeit, die Paarung, selbst der Schlaf und auch die Aufnahme von Nistmaterial finden im Fliegen statt. Nur zur Brut benötigen sie festen Boden.

Als Kulturfolger sind die Mauersegler dem Menschen im Mittelalter nach Norden gefolgt. Die höheren Steingebäude werden von den Mauerseglern wie „künstliche Felsen“ angeflogen – so nisten sie gern unter Dachziegeln, hinter losen Verschalungsbrettern und in anderen Nischen.

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Doch diese Möglichkeiten werden durch Umbauten und Häuserabrisse immer geringer. Mauersegler leiden, wie andere Gebäudebrüter auch, unter der optimierten, energiesparenden Bauweise, die zumeist keine Einschlüpfe mehr ermöglicht. Daher geht der Bestand in Deutschland kontinuierlich zurück, auch in Oldenburg.

Schwerpunkte der Mauerseglervorkommen in der Stadt liegen in den Bereichen, in denen Altbauten dominieren. Dazu zählen das Gerichts-, das Dobben- und das Haareneschviertel sowie Teile von Nadorst, Donnerschwee und Osternburg. In den vergangenen Jahren hat der Nabu in Oldenburg bereits Projekte zum Mauerseglerschutz umgesetzt, unter anderem durch die Abgabe spezieller Mauerseglernistkästen, von denen viele auch beflogen wurden. Auch wurden im Rahmen der Kooperation von CEWE und Nabu zahlreiche Mauerseglerkästen am Hochregallager angebracht.

Unter der Leitung von Projektleiter Oliver Kraatz hat nun das nächste Projekt stattgefunden, durchgeführt durch die Nabu-Stiftung Oldenburgisches Naturerbe, alleine finanziert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung. Das laute Rufen der Vögel wird dann auch häufiger im Stadtnorden zu hören sein.

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