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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mieter hoffen weiter „auf sechs Euro pro Quadratmeter“

13.06.2018

Oldenburg Mieter von rund 100 Wohnungen der Klävemann-Stiftung müssen in den nächsten Jahren ausziehen. Ihre Wohngebäude – Deelweg 4, Von-Halem-Straße 2, 4, 6 und Stiller Weg 5 und 7 – sind baulich in einem so schlechten Zustand, dass der Abriss die sinnvollste Lösung ist. Die Flächen werden zwar wieder mit Wohnungen für die Stiftung bebaut. Doch zumindest für eine Übergangszeit müssen die Mieter umziehen. So sieht es das Konzept zur Neuausrichtung der finanziell klammen Stiftung vor.

Den Anfang macht ein Neubau, den die Stiftung in den Gärten hinter den Gebäuden Nadorster Straße/Ecke Stiller Weg errichtet. Die Pläne stehen, die Ausschreibung der Arbeiten steht bevor.

Neun Wohnungen sollen in dem Neubau entstehen, berichtet Ursel Krause vom Mieterbeirat. Diese werden Mietern aus dem nahegelegenen Gebäude Stiller Weg 5 angeboten, das anschließend abgerissen wird. Ob sie es bedauert, dass für das Gebäude der Garten geopfert wird? – „Das Grundstück gehört der Stadt, ich kann leider nichts machen“, sagt die Sprecherin.

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Auf sechs Jahre ist die Neugestaltung des Klävemann-Quartiers angelegt. Seit Jahren ringt die Stadt um ein Konzept, wie der Sanierungsstau in der Klävemann-Siedlung abgebaut und gleichzeitig der Stifterwille, günstigen Wohnraum zu schaffen, berücksichtigt werden kann.

Bei den Gebäuden der Stiftung in Nadorst macht sie den Anfang. Die sechs viergeschossigen, baugleichen Gebäude haben jeweils 16 Wohnungen (zusammen 96 Wohnungen); die Wohnungsgröße variiert zwischen 55 m² und 72 m².

Auf einen Wettbewerb zur Neubebauung verzichtet die Stadt. Der Architekt verfüge über ausreichend Erfahrung, argumentierte Joachim Guttek, Leiter der städtischen Finanzabteilung, jüngst im Finanzausschuss. Die Neubauten sind nicht mehr vier-, sondern zwei- bis dreigeschossig. Auf einer etwas größeren Grundfläche entstehe die gleiche Zahl an Wohnungen, so Guttek. „Und die Bebauung passt sich besser in die Umgebung ein.“ Die neuen Wohnungen seien „mindestens so groß sein wie die alten“.

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Sobald der Neubau am Stiller Weg (Ecke Nadorster Straße) bezogen wurde, soll das Haus Stiller Weg 5 abgerissen werden. In einem „rollierenden System“ folgen dann Abriss und Neubau weiterer Gebäude, so das Konzept. Das Investitionsvolumen hat die Stadt bei der Erstellung des Konzepts im vergangenen Jahr auf rund 12,7 Millionen Euro beziffert.

Eine Frage, die den Mieterbeirat beschäftigt: „Wir hoffen sehr, dass die Mieten auch in den neuen Gebäuden günstig sind“, sagt Ursel Krause. Die Mieterbeiratsvorsitzende geht von „sechs Euro pro Quadratmeter“ aus. „Es geht uns darum, dass sich auch künftig ein Hartz-IV-Bezieher diese Wohnungen leisten kann.“

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101
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