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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Der Traum vom Spaziergang übers Wasser rückt näher

18.01.2019

Oldenburg Davon träumen Stadtplaner schon lange: Der gesamte Stadthafen lässt sich zu Fuß oder per Rad am Wasser entlang umrunden. Städte wie Leer zeigen, wie attraktiv ein solcher Weg nicht nur für Anlieger, sondern auch für Spaziergänger aus allen Teilen der Stadt oder sogar aus der Umgebung wäre.

In Oldenburg müsste ein Hafenrundweg kein Traum bleiben. Er ließe sich sogar mit einfachen Mitteln ermöglichen, sind Planer in der Stadtverwaltung und Investoren auf dem früheren Hafen-Areal überzeugt.

Sehen Sie hier eine Grafik zu dem möglichen Rundweg.

Der fehlende Abschnitt führt über die Rollklappbrücke der Bahn am östlichen Hafenende. Auf beiden Seiten der Bahngleise verlaufen Fuß- und Radwege und verbinden die beiden Seiten des Küstenkanals. Genutzt werden kann derzeit allerdings nur der Weg auf der östlichen Brückenhälfte; der Weg auf der Westseite ist seit Jahren gesperrt.

Mit wenig Aufwand, so meinen Oldenburger Fachleute, ließe sich der Weg wieder in Ordnung bringen. Bewohner des geplanten Baugebiets Stadthafen-Süd könnten dann nicht nur über die Amalienbrücke auf die gegenüberliegende Hafenseite gelangen, sondern auch über die Klappbrücke. Der Rundweg um den Hafen wäre perfekt!

Erste Anfragen bei der Deutschen Bahn hatten allerdings größere Probleme erkennen lassen. Nur mit großem Aufwand sei der Weg auf der Westseite so zu gestalten, dass er die Sicherheitsvorschriften erfülle, hatte es geheißen. So muss der Weg zum Beispiel von Kontrollstelle direkt einsehbar sein.

Auf eine Anfrage des Oldenburger Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde (SPD) signalisierte Konzernbevollmächtigte Manuela Herbort allerdings Gesprächsbereitschaft. Sie wolle auf die Pläne eingehen und biete dazu ein Gespräch an, berichtete Rohde auf Anfrage der NWZ. „Ich freue mich sehr über diese Rückmeldung und bin sehr gerne bereit, nach einer guten Lösung zu suchen.“

In der Stadtverwaltung trifft das Angebot der neuen Bahnchefin für Niedersachsen, die im vergangenen Sommer Ulrich Bischoping abgelöst hat, auf Interesse. „Ich begrüße Gespräche sehr“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Für die Hafen-Bebauung ist die neue Verbindung superspannend.“ Die Stadt werde sich „gern in die Überlegungen einbringen“.

Eine weitere Idee für die Hafen-Erschließung hat mit dem Beschluss über den städtischen Haushalt Anfang der Woche Rückenwind bekommen. 40.000 Euro wurden für die Planung einer Fuß- und Radbrücke von der Doktorsklappe Richtung Arbeitsagentur eingestellt.

Die Brücke wäre zum einen eine Abkürzung von der Doktorsklappe Richtung Innenstadt und Bahnhof. Zum anderen entstünde ein attraktiver Spazierweg mit neuen Perspektiven auf den Hafen. Die Brücke müsste dreh- oder klappbar sein, damit Segelschiffe den Stadthafen erreichen können. Die Überlegungen seien am Anfang, sagte ein Sprecher. „Aber mit den Planungsmitteln können wir nun konkreter werden.“

Grafik zum Thema als PDF.

Anlass zur Hoffnung

Kommentar

Christoph Kiefer

Die Bahn ist gesprächsbereit über die Öffnung des gesperrten Fußwegs auf der Rollkappbrücke. Na und?, mag man auf den ersten Blick meinen. Auf dem Hintergrund der abschlägigen ersten Antwort lässt die Reaktion der neuen Bahn-Managerin aber aufhorchen. Geht vielleicht doch etwas?

Die Bahn ist bemüht, auf dem Hintergrund des Dauerstreits über den Streckenausbau in Oldenburg nicht Öl ins Feuer zu gießen. Zum Beispiel bei der Gleishalle ist ein Entgegenkommen sichtbar.

Mit einer pragmatischen Lösung der Fußweg-Frage könnte der Konzern seine Kooperationsbereitschaft in Oldenburg unter Beweis stellen. Anlass zur Hoffnung besteht.

Christoph Kiefer über die Pläne

für einen Hafen-Rundweg

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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