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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Hier entsteht die moderne Jugendherberge

15.02.2019

Oldenburg Noch parkt dort, wo bald Schulkassen, Familien und Einzelgäste speisen werden, schweres Gerät. Doch schon jetzt ist Markus Acquistapace schwer begeistert: Die neue Jugendherberge an der Straßburger-Straße wächst, ab dem 1. April wird der 42-Jährige offiziell ihr neuer Hausleiter sein.

Als „Flaggschiff-Standort“, bezeichnete Oliver Engelhard, Leiter Marketing und Vertrieb beim Deutschen Jugendherbergswerk, das neue Haus in Oldenburg. 200 Schlafplätze verteilt auf 64 Zimmer wird es vorhalten. Angestrebt werden 40 000 Übernachtungen jährlich. Zum Vergleich: Bremen wartet mit gut 230 Plätzen, auf. Dazu wird eine Hafenlounge eingerichtet, Tagesräume entstehen und eine Gastronomie mit „Front-Cooking“, bei der die Speisen vor den Augen der Gäste zubereitet werden sowie ein Büffet. Nach einigen witterungsbedingten Verzögerungen liegt der Bau wieder voll im Zeitplan. Am 21. März soll Richtfest gefeiert werden.

Der Speisesaal lässt sich erahnen, die Zimmer nehmen Form an. So sind die Bäder verrohrt, die Elektrik gezogen und die Arbeiten an der Lüftungsanlage laufen. Im März 18 hatte die GSG mit dem Bau begonnen, die Eröffnung ist für Oktober 19 geplant. Obwohl er eigentlich noch gar nicht im Dienst ist, bringt sich Acquistapace bei der Entstehung mit ein: „Es ist toll“, sagt der gelernte Koch, „wenn man von Anfang an mitgestalten kann.“ Und konkrete Pläne hat er für „sein“ neues Haus auch schon: Die Gastronomie zum Beispiel, soll nicht nur Gästen des Hauses offen stehen, sondern auch Besucher verköstigen. Mittags und Abends in Büffetform, dazu eine kleine Bistrokarte, die Restaurantcharakter in der Herberge einziehen lässt. Im Angebot wird auch ein eigenes Bier sein, dazu sind Musik- und Comedyabende in Planung, die das „Haus nach außen öffnen und ein bisschen zum Leben im Stadtteil beitragen.“ Das klingt nun nicht mehr ganz nach der Jugendherberge, die vielen vermutlich aus ihrer eigenen Schulzeit noch in Erinnerung ist. Doch da kann Acquistapace beruhigen: Der klassische Hagebuttentee aus Blechkannen wird weiterhin gereicht.

Kinder sind mit dabei

Acquistapace ist in Sachen Jugendherberge kein Unbekannter: Vor einigen Jahren war er in die „Pre-Opening-Phase“, also die Zeit vor der Eröffnung und die Entwicklung der Jugendherberge in Neuharlingersiel eingebunden, später dann dort als stellvertretender Hausleiter aktiv. Im Anschluss zog es ihn in die Selbstständigkeit, als Wirt in Cloppenburg. Warum dann also jetzt der Wechsel? „Die Selbstständigkeit war gut und erfolgreich, aber etwas ganz Neues aufzubauen, ist eine reizvolle Aufgabe“, sagt Acquistapace. Zudem schätzt er die Regelmäßigkeit des neuen Berufs. Nicht zuletzt als Vater von zwei Kindern. „Die kennen den Betrieb und das Leben in einer Jugendherberge noch aus Neuharlingersiel, da waren sie auch immer mitten drin“, sagt Acquistapace. Mittlerweile sind die Kinder älter geworden und fungieren nun als Tester: „Sie probieren Angebote für die mich aus“, sagt der neue Hausleiter. Ganz konkret ist er gerade dabei, Kooperationen auszuhandeln. Zum Beispiel mit dem Olantis: „Wir könnten uns da etwa eine Zusammenarbeit in Sachen Wellness vorstellen.“

Neben dem Neubau und den Plänen für das Programm im Haus und um das Haus herum, treibt Acquistapace noch eine andere Frage um: die, der Beschäftigten. Oldenburg wird ein Standort, an dem Menschen mit und ohne Handicap eingesetzt werden. Und zwar in allen Bereichen.

Standort wird inklusiv

Erfahrungen gibt es in dem Bereich, zwei weitere Jugendhergen arbeiten bereits inklusiv. Unter anderem in Aurich und Leer: „Und wir haben sehr gute Erfahrungen gesammelt“, sagt Marcus Heisterkamp. Nicht nur Hausleiter der beiden Einrichtungen, sondern auch Projektleiter Neubau der Jugendherberge Oldenburg. Heisterkamp legt wert darauf, dass sich die Beschäftigungen von Menschen mit (Schwer-)Behinderungen durch alle Tätigkeitsbereiche der Jugendherberge ziehen: „Sonst wären wir ja kein inklusives Haus“, betont er. Und gesucht wird ab sofort. Zu den Bereichen gehören unter anderem House-Keeping, Service und Technik. Bewerbungen werden ab sofort entgegen genommen (siehe Box). Von den etwa 40 Stellen werden 50 Prozent mit Menschen mit Behinderungen besetzt.

Doch nicht nur als Beschäftige, sondern auch als Gäste wird an Menschen mit Handicap gedacht: „Auf jeder Etage gibt es Zimmer, die speziell auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern ausgelegt sind“, sagt Acquistapace. Dazu gehören Badezimmer, die passend eingerichtet sind, ausreichend Platz, um sich mit dem Rollstuhl im Zimmer bewegen zu können und auch „gut ins Bett zu kommen“ oder Fenstergriffe, die auf passender Höhe sind.

Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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