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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Wo Grillen in Oldenburg erlaubt ist – und wo nicht

16.05.2018

Oldenburg Mit Beginn des warmen Wetters läuft die Grillsaison auf vollen Touren. Für Grillfans heißt das: Rost geputzt, Grill aufgestellt, Gas oder Kohle dazu und Feuer frei!

Doch so einfach ist die Sache naturgemäß nicht. Wo darf man überhaupt grillen und welche Regeln sind dabei zu beachten, wenn man andere nicht stören und die Natur nicht über Gebühr belasten will? Wir sind den wichtigsten Fragen rund um das Grillen in der Stadt nachgegangen.

Wo darf ich in der Stadt überhaupt grillen?

Es gibt drei öffentliche Grillplätze in der Stadt: am Kleinen Bornhorster See, im Stadtteilpark Swarte Moor und am Tweelbäker See (siehe Kasten). Weitere Grillplätze sollen nach Auskunft von Stadtsprecher Stephan Onnen nicht eingerichtet werden. Die Stadt hatte im letzten Jahr mögliche Standorte geprüft, aber wieder verworfen.

Das sind ja wenige Plätze. Was ist den mit ... ?

Hier können die Oldenburger nach Herzenslust grillen

Kleiner Bornhorster See: In der Nähe des Badestrands hat die Stadt einen Grillplatz mit Tisch, Bänken und einem fest installierten Grill eingerichtet, den jeder kostenlos benutzen kann. Der Platz ist gut erreichbar, aber zugleich recht abgelegen. So werden dort zwar keine Anwohner belästigt, dafür wird aber immer mal wieder randaliert und Abfall zurückgelassen.

 Stadtteilpark Swarte Moor Im Stadtteilpark steht eine Fläche mit Bank und Tisch zur Verfügung, auf der man auch seinen eigenen Grill aufstellen kann. Exzesse gibt es dort kaum, da der Park ein beliebtes Ausflugsziel und die Kontrolle durch Anwohner und Besucher höher ist als auf abgeschiednen Plätzen.

Tweelbäker See: Der Dorfplatz direkt am See verfügt über eine Grillhütte. Der Platz wird vom Bürgerverein Tweelbäke betrieben und kann von jedermann gemietet werden. Er liegt auf der anderen Seite der Stadtgrenze auf Huder Gebiet.

...dem Schlossgarten? Verboten! Der Garten ist Landeseigentum und steht unter Denkmalschutz. Auch im Eversten Holz, das zum Schlossgarten gehört, ist das Grillen untersagt.

...der Dobbenwiese? Verboten! Seit Jahren machen nächtliche Feiern dort der Stadt Probleme, erklärt Stephan Onnen. Schilder weisen darauf hin, dass Lagerfeuer und Grillen untersagt sind, weil Brandgefahr besteht und die Grünflächen geschädigt werden können. Die Stadtverwaltung appelliert an die Nutzer, sich hier möglichst umsichtig zu verhalten.

...dem Utkiek? Verboten! Der Osternburger Stadtteilpark liegt auf einer ehemaligen Mülldeponie, deshalb besteht hier eine erhöhte Brandgefahr.

...der Hunte oder dem Küstenkanal? „Ein generelles Verbot gibt es sicherlich nicht, aber wir haben es hier mit einem Landschaftsschutzgebiet zu tun“, sagt der Geschäftsführer der Hunte Wasseracht, Hans Dieter Buschan. Die freie Natur im Uferbereich darf zwar von jedermann betreten werden, aber offenes Feuer ist dort verboten. „Zudem ist bis zum 15. Juli noch Brut- und Setzzeit, da gelten noch strengere Vorschriften“, so Buschan. Das Gleiche gilt auch für den Küstenkanal, für den die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zuständig ist.

...dem Uni-Campus? Es gibt auf dem Campus am Uhlhornsweg sowie am Standort Wechloy Grillplätze, die sind jedoch ausschließlich Studenten und Bediensteten vorbehalten. Diese müssen sich mindestens eine Woche im Voraus anmelden.

Generell sollte man sich das Grillen an öffentlichen Orten außerhalb der offiziellen Grillplätze verkneifen.

Und was passiert, wenn ich trotzdem dort grille?

Es droht grundsätzlich ein Platzverweis und die Aufforderung zum Ablöschen und zum Aufräumen des Platzes, sagt Onnen. Gegebenenfalls kann auch eine Ordnungswidrigkeit verfolgt werden. Dann können Bußgelder bis zu 1000 Euro fällig werden. Wird durch das Grillen ein Brand verursacht und die Feuerwehr muss ausrücken, wird es richtig teuer.

Würstchen sollte man besser zuhause grillen – oder an erlaubten Plätzen. Bild: dpa

Wie oft wird überhaupt ein Bußgeld verhängt?

Dass es wirklich zu Bußgeldverfahren kommt, ist eher selten, räumt Onnen ein. „Das Amt für Umweltschutz verhängte im letzten Jahr ein Verfahren, weil durch einen Grill der Rasen beschädigt wurde“, sagt er. „Das Ordnungsamt hat gar keine Verfahren verhängt.“ Der Grund dafür: Meist wird abends oder am Wochenende gegrillt. Dann ist der Außendienst des Ordnungsamts nicht vor Ort, sondern die Polizei.

Und wie oft muss die Polizei eingreifen?

Das lässt sich nicht beziffern, da die Polizei nur Anzeigen protokolliert. Die aber werden kaum erstattet. „Meistens wollen die Leute nur, dass die Störung aufhört, und eine Ansprache durch die Beamten vor Ort sorgt in den allermeisten Fällen für Ruhe“, sagt Polizeisprecherin Sarah Rost. „Solche Vorgänge tauchen in den Polizeiberichten oft nicht mehr auf.“

Darf ich meinen Einweggrill auf den Rasen stellen?

Nein. Es gibt bezüglich der Grills zwar keine Zulassungsvoraussetzungen. Sie dürfen im Allgemeinen aber die Rasenfläche und die Pflanzen in der unmittelbaren Umgebung nicht beschädigen. Einweggrills, die auf dem Rasen stehen, ziehen diesen durch die Hitzeentwicklung meistens in Mitleidenschaft. Sie müssen deshalb immer auf einer feuerfesten Unterlage stehen.

Auf keinen Fall darf die Grillkohle direkt am Boden liegen. Vor einigen Tagen sorgte ein Vorfall in Berlin für Furore. Dort wurden ganze Schafe an selbstgebauten elektrischen Spießen (mit Autobatterien betrieben) über offenem Kohlenfeuer in einem Park gegrillt. „Solche Auswüchse hat es in Oldenburg nach Informationen des Ordnungsamts aber noch nicht gegeben“, sagt Stephan Onnen.

Weitere Nachrichten:

Utkiek | Hunte Wasseracht | Feuerwehr | Ordnungsamt | Polizei

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