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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadt pflegt Gründermentalität

11.05.2019

Oldenburg Arbeiten von 9 bis 5 Uhr, abgesichert, garantierter Urlaub, wenn’s geht gerne im Beamtenverhältnis: Für viele junge Leute ist das ein Ziel. Andere haben Unternehmergeist und dazu Ideen, für die es einen Markt geben könnte: Potenzielle junge Gründer, die hier Arbeitsplätze schaffen und für Gewerbesteuereinnahmen sorgen können. Ihnen bieten Stadt und Universität Hilfe an. Denn in diesem Bereich steckt Musik.

Beispiel Technologie- und Gründerzentrum: Das TGO ist zu über 97 Prozent ausgelastet, mit 62 Mietern, mehr als zwei Drittel mit Hochschulhintergrund. Seit der Gründung sind im Komplex an der Marie-Curie-Straße mehr als 840 Arbeitsplätze geschaffen worden – und unzählige weitere nach Auszug und Neustart auf größerer Fläche. Über 20 Millionen Euro wurden durch TGO-Mieterfirmen bereits in der Stadt investiert.

„Oldenburg hat sich zu einem bedeutenden Standort und Anziehungspunkt für Gründungen entwickelt“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. 2017 entstanden hier rund sechs Prozent aller bundesweit angemeldeten Gründungen. „Oldenburg bietet neben Metropolen wie Berlin und Hamburg eines der besten Gründungsklimas in ganz Deutschland“, schrieb die Computerbild in ihrer Januar-Ausgabe 2019.

Das gute Klima ist für den OB vor allem „ein Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit der Gründungförderer“. Dazu zählen die Gründungsberatung der Stadt, das mit städtischen Mitteln 2018 aufgebaute Startup-Zentrum „GO!“ im TGO und das von der Stadt kofinanzierte Gründungs- und Innovationszentrum GIZ der Universität.

„Zentraler Ansatz der Wirtschaftsförderung ist es, die Gründerinnen und Gründer in der Konzeptionsphase umfassend zu beraten und bei ihren Vorhaben auch längerfristig zu begleiten“, sagt Ralph Wilken, der Leiter der Wirtschaftsförderung. Wie bundesweite Studien zeigten, scheitere die Mehrheit aller Gründungen innerhalb der ersten drei bis fünf Jahre – zumeist weil „keine ausreichenden betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vorhanden sind, eine gute Marketingstrategie fehlt oder das Produkt oder die Dienstleistung nicht konkurrenzfähig ist“, sagt Wilken, der damit den Wert guter Beratung – nicht zuletzt im Blick auf die finanziellen Rahmenbedingungen – unterstrich.

Auch für die Objekt- und Gewerbeflächensuche und die Vermittlung von Fachkräften bietet die Stadt Hilfe an sowie Kontakte in zahlreichen Netzwerken. Das Gründerforum wurde ausgebaut, Förderanträge erleichtert und eine Dependance der Wirtschaftsförderung im TGO eröffnet. Von März 2018 bis 2019 gab es 203 Beratungen der Wirtschaftsförderung für mögliche Gründer.

Im neuen „GO! Startup Zentrum“ im TGO werden junge Teams für einen Zeitraum von vier Monaten intensiv gecoacht, um ihre Geschäftsideen nach vorne zu bringen. Bisher hat es zwei Durchgänge für zehn junge Teams mit den Schwerpunkten Gesundheit, Softwareent-wicklung, neue Werkstoffe und Bekleidung gegeben.

Das GIZ unterstützt parallel Ideen, Technologien und Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Uni, um sie in Geschäftsideen zu übertragen. Coaches und Experten helfen bei der Erstellung von Businessplänen und beraten zu Finanzierungsmöglichkeiten oder Patentverwertung.

Dabei sind die Mittel, die Politik und Stadt für diesen Bereich zur Verfügung stellen, sehr überschaubar: Für die Gründungsberatung durch die Wirtschaftsförderung stehen 33 000 € Euro im Haushalt, für die Kofinanzierung des „GO! Startup Zentrums“ 75 000 Euro und die personelle Unterstützung des GIZ der Uni 10 000 € Euro.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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