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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Oldenburger Firmen Werben Um Azubis: Wenn der Chef den Führerschein zahlt

20.07.2018

Oldenburg Der Spruch, dass Lehrjahre keine Herrenjahre seien, wird zwar immer noch gern aus der Mottenkiste geholt. Doch die Zeiten, in denen Auszubildende dankbar den Bückling vor dem Meister machen mussten, weil sie Kaffee kochen durften, sind längst vorbei. Der Markt hat sich gedreht, inzwischen sind die meisten Unternehmen froh um jeden guten Azubi, der bei ihnen unterschreibt – und nicht bei der Konkurrenz.

Dementsprechend gehen viele Firmen mit ihren Angeboten an den Nachwuchs über die reine Berufsqualifizierung hinaus. Dabei verfolgen sie aber durchaus unterschiedliche Strategien.

Führerschein

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Wer bei der Stadtfleischerei Bartsch in die Lehre geht, dem zahlt der Chef den Führerschein. Bis zu 1800 Euro will Geschäftsführer Martin Bartsch dafür springen lassen. „Ich sehe das als Investition in die Zukunft.“ Immerhin habe rund die Hälfte seiner rund 120 Mitarbeiter auch bei ihm gelernt.

Viele Betriebe würden indes angesichts der schwierigen Lage auf dem Ausbildungsmarkt resignieren und gar nicht mehr ausbilden. Bartsch setzt nun zum ersten Mal auf einen Zusatzanreiz. „Die Resonanz dazu war sehr deutlich, ich bin von mehreren Seiten angesprochen worden. Das war bei den vorherigen Stellenangeboten nicht der Fall“, berichtet der Geschäftsführer. Eine Gefahr, dass jemand dieses Angebot ausnutzt, sieht er nicht. Erstens gibt eine Zusatzvereinbarung mit den Rahmenbedingungen. „Zweitens glaube ich nicht, dass junge Leute so berechnend sind.“

Falsche Motivation?

Bei Vierol ist man eher skeptisch, was solche Anreize angeht. „Wir glauben, dass dann möglicherweise die falsche Motivation bei den Bewerbern dahintersteckt und dass diese Extras ohnehin schnell wieder in Vergessenheit geraten“, sagt Lena Faube, Personalreferentin für Ausbildung. Man setze stattdessen auf Ausbildungsqualität, berufliche Perspektiven und Aufstiegschancen sowie die Möglichkeit, nach Abschluss der Ausbildung fortführende nebenberufliche Studiengänge zu absolvieren, die zum Teil vom Unternehmen gefördert werden.

Verweis auf Studien

Über Prämien für Azubis wurde zwar mal diskutiert, aber letztendlich habe man sich dagegen entschieden, sagt auch Sabine Hinrichs, Ausbildungsleiterin bei Büfa. „Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass die Jugend gar nicht so sehr aufs Gehalt oder auf Extras schaut, sondern darauf, was die Firmen in Bereichen wie Perspektive oder Familienfreundlichkeit bieten.“ Bei Büfa setze man auf Persönlichkeitsentwicklung und darauf, genau zu schauen, ob der Beruf auch wirklich passt, um im Zweifel Alternativen anzubieten.

Neueste Technik

Geworben wird damit zwar nicht offensiv, aber die Auszubildenden beim IT-Dienstleister Hucke Media bekommen hochwertige Laptops gestellt, die sie auch Privat nutzten dürfen. Dabei geht es Geschäftsführer Michael Hucke um Motivation. „Die Azubis fühlen sich für voll genommen, wenn sie die neueste Ausstattung bekommen.“ Auch dass der Nachwuchs auf wichtige Kongresse mitkommen darf, soll Wertschätzung ausdrücken. Außerdem setzt er auf eine familiäre Atmosphäre. Beispielsweise wird füreinander gekocht, die Firma sorgt für den vollen Kühlschrank.

Tablet-Computer

Ein technisches Extra erhalten auch die Azubis bei der Rasteder Bäckerei Müller & Egerer, die zahlreiche Filialen in Oldenburg betreibt. Der Tablet-Computer für die Schulungen darf auch privat genutzt und nach Abschluss der Ausbildung behalten werden. Zudem stehen Events wie Klettern, Selbstverteidigung und Schauspielkurse auf dem Ausbildungsplan. „Wir wollen uns auch ein bisschen abheben von anderen Betrieben und uns als Arbeitgebermarke etablieren“, sagt Eva Flaspöhler aus der Personalabteilung.

Günstiges Wohnen

Etwas zum nach Hause nehmen gibt es nicht bei EWE Netz. Aber auf dem hauseigenen Energiecampus können auswärtige Azubis für nur 200 Euro im Monat (inklusive Vollverpflegung sowie Sport- und Freizeitangebot) ein Zuhause finden. Auch so etwas sticht heraus. „Wir als Unternehmen merken, dass wir uns in einem Bewerbermarkt befinden und dass die Schüler die Angebote vergleichen“, sagt Florian Abegg, Mitarbeiter der Ausbildungsabteilung.

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Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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