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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Schüler gründen Untersetzer-Firma

07.02.2019

Oldenburg Schüler gründen ihre eigene Firma, vertreiben ihre Produkte an Kunden und verdienen damit echtes Geld. Sie erfahren, wie die Realität von Unternehmern aussieht – als Unternehmer: Das ist neuerdings auch möglich am Herbartgymnasium. Dort hat sich die Schülerfirma „Woodster“ gegründet und für ein Jahr den Betrieb aufgenommen: als Erfinder, Entwickler, Produzent und Vertreiber von dicken Holz-Untersetzern für Flaschen und Gläser – mit eingearbeitetem Flaschenöffner auf der Unterseite. Auch Korkuntersetzer mit digital gefertigtem Wunsch-Aufdruck werden produziert und verkauft. Danach wird die nächste Schülerfirma gegründet – von weiteren Schülern, mit neuem Produkt, wieder ab Null.

Der Politik- und Wirtschaftslehrer Janosch Schierke, der das Projekt am HGO angestoßen hat und die Schüler berät, sagt: „Die Resonanz war groß, als es hieß ,Wir gründen eine Firma’. 23 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 11 befinden sich seit dem Schuljahr 2018/2019 im Unternehmen.“

Zu Beginn gab es einen Einführungs-Workshop zum Konzept der Firma und schon in der Woche darauf präsentierten die Ersten ihre Geschäftsideen, die nach einer Marktanalyse diskutiert und konkretisiert wurden.

Mit Hilfe einer eigenen Homepage werden inzwischen möglichst viele Kunden angesprochen. „Dabei ist die Vertriebsstrategie nicht nur, private Kunden zu gewinnen, sondern auch Firmen, die Untersetzer mit ihrem Slogan eventuell auch in größerer Stückzahl für Veranstaltungen oder Meetings kaufen möchten“, sagt der Vorstandsvorsitzende Elias Drees aus der 11. Klasse.

Anders als in einem Planspiel, können solche Schülerfirmen von „Junior“, einem Projekt des Deutschen Instituts für Wirtschaft in Köln, ihre Geschäftsideen real umsetzen und ihr Produkt am Markt platzieren. Durch den Verkauf von Anteilsscheinen – ähnlich einer AG – erhalten die Schüler ein Startkapital von bis zu 900 Euro, um eine Projektidee umzusetzen. Als Partner haben die Woodster-Macher außerdem Cewe, die Ullmann Holzwerkstätten, den Grafik-Designer Carsten Fuhrmann und die Emoji GmbH gewonnen.

Zu Beginn des Schuljahres wurden Abteilungen gegründet, wie sie auch in „echten“ Unternehmen zu finden sind: vom Vorstand über den Vertrieb bis zu Marketing, Verwaltung und Buchführung. Außerdem gibt es Anteilseigner-Vollversammlungen, es werden Produkte und Marketingstrategien entwickelt und Verkaufsveranstaltungen geplant. Die Mitarbeiter erhalten für die geleistete Arbeit auch einen kleinen Stundenlohn.

Mit ihrem professionellen Businessplan will sich die Firma zudem für den Landeswettbewerb qualifizieren, zu dem die zehn besten Schülerfirmen eingeladen werden.

Janosch Schierke ist begeistert, welche Potenziale hier zutage treten: „Die Schüler aus vier Jahrgängen treffen sich freiwillig nach der Schule, sogar am Wochenende, um ihre Ideen und Strategien zu diskutieren. Natürlich klappt nicht gleich alles, aber das gehört dazu.“ An der harten Realität geschult würden Kompetenzen wie selbstständiges Agieren im Team, Problemlösungskompetenz, Teamgeist, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. Schierke sagt: „Die Erfahrungen helfen auch, die Berufswahlkompetenz auszubauen und eigene berufliche Perspektiven zu entwickeln. Es vergrößert ihre Selbstwirksamkeit und verbessert ihre Chancen für einen gelingenden Übergang in das Studium, in die Ausbildung oder für eine spätere selbstständige oder abhängige Beschäftigung.“ Elias empfiehlt die Teilnahme an solch einer Schülerfirma: „Man lernt verdammt viel über ein Unternehmen, man entwickelt sich extrem weiter, und es gibt am Ende ein Zertifikat, das einem auch noch bei Bewerbungen helfen kann.“
 Erreichbar ist „Woodster“ unter woodster@hgo-ol.de und im Internet unter:


  www.woodster.company 
Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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