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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Jugendherberge kostet acht Millionen

04.01.2019

Oldenburg So langsam kann man am Rohbau gut erkennen, wie der Neubau der Jugendherberge an der Straßburger Straße aussehen wird. Im Oktober dieses Jahres soll die neue Herberge eröffnet werden. Den Charme früherer Jahre mit Mehrbettzimmern, Etagenbetten und Gemeinschaftsduschen wird der Neubau aber nicht mehr versprühen. Die 64 Zimmer mit 200 Betten sind alle mit einem eigenen Sanitärbereich ausgestattet. Dazu gibt es Tagungs- und Seminarräume, eine Lounge mit zahlreichen Sitzgelegenheiten als Treffpunkt, ein Food Store und eine große Terrasse.

Inklusionsbetrieb

Zudem wird die neue Oldenburger Jugendherberge Oldenburg als Inklusionsbetrieb geführt. Das bedeutet, dass getreu dem Jugendherbergs-Leitmotiv „Gemeinschaft erleben“ Menschen mit Beeinträchtigung mit anderen Menschen gemeinsam den Alltag gestalten. „Wir möchten dabei Räume schaffen, in denen Menschen mit Beeinträchtigungen ihre individuellen Fähigkeiten in die Arbeitswelt einbringen können“, heißt es beim Landesverband Unterweser-Ems der Deutschen Jugendherbergen. Bauherr ist die GSG, die dort acht Millionen Euro investiert. Am neuen Standort an der Straßburger Straße werden jährlich 30 000 Übernachtungen erwartet – 30 Prozent Klassen, 30 Prozent aus Musik, Sport und Seminarbereich, 15 Prozent Familien und 15 Prozent Studenten/Backpacker.

Was aus dem Gelände an der Alexanderstraße/Ecke Von-Finckh-Straße wird, ist noch ungewiss. Die Stadtverwaltung möchte nach Mitteilung von Stadtsprecher Reinhard Schenke auf Anfrage der NWZ Stadt dort einen Mix aus mehreren Nutzungen anbieten. „Vor allem Wohnen (klarer Schwerpunkt bezahlbarer Wohnraum), die Anzahl der Wohnungen ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch völlig offen“, schreibt Schenke. Der Standort sei zudem für eine Kindertagesstätte sehr gut geeignet. Geplant sei auch ein Außenstandort der Grundschule Röwekamp. Auch Geschäfte (Handel und Dienstleistungen) seien denkbar.

Eine politische Entscheidung, wie es mit dem Gelände an der Alexanderstraße weitergehen soll, ist allerdings noch nicht gefallen. Aus Sicht der Grünen handelt es sich bei diesem stadtnahen, attraktiven Grundstück um einen idealen Ort der Begegnung, an dem man auf gewachsene Strukturen aufsetzen kann. Sie wollen die Gebäude erhalten und sanieren.

Für eine Neubeplanung des Gebäudekomplexes sprachen sich unterdessen die beiden Vorsitzenden der Oldenburger CDU-Ratsfraktion Dr. Esther Niewerth-Baumann und Olaf Klaukien aus. Grund dafür sei der hohe Sanierungsbedarf, beispielsweise lägen alleine die Kosten für Leitungsarbeiten bei 600 000 Euro. Der Erhalt des Gebäudes mache somit keinen Sinn. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hatte angekündigt, die Stadt werde das Areal bebauen lassen. Ziel sei, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Jugend nicht zufrieden

Der Stadtjugendring wehrt sich unterdessen gegen einen geplanten Umzug von der Von-Finckh-Straße in das früherer Dekra-Gebäude am Artillerieweg. Wesentliche Argumente, die der Vorstand auf einer 52 Seiten starken Stellungnahme dargelegt hatte: Die Fläche sei zu klein, der Standort biete keine Entwicklungsreserve, die Außenanlagen müssten „Mindestanforderungen an Sicherheit, Funktion und Ästhetik“ erfüllen  und der Standort vom Zentrum besser erreichbar sein. Der Stadtjugendring nutzt bislang Räume an der Von-Finckh-Straße.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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