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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

„Das wird kein Sprint, das wird ein Marathon“

13.12.2017

Oldenburg „Das wird kein Sprint, das wird ein Marathon“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Montag über die Pläne für ein neues Stadtmuseum. Die Verwaltung hatte zuvor die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für einen Neubau vorgestellt. Beauftragt worden war damit das Architektenbüro Scheidt Kasprusch (Berlin). Später wurde die Studie auch noch im Kulturausschuss präsentiert. 2019 könnten die Pläne zumindest haushaltsmäßig konkret werden, wenn es dafür Mehrheiten gibt.

Nach Überzeugung der Stadt gibt es angesichts des Resultats der Studie „gute Möglichkeiten, einen zeitgemäßen Neubau des Stadtmuseums zu realisieren“. Der Neubau soll vor allem bessere Ausstellungsbedingungen für die Dauerausstellung Stadtgeschichte und Sonderschauen bieten, einen speziellen Veranstaltungsraum für 200 Personen umfassen und die Räume für die Museumspädagogik verbessern.

Krogmann sagte: „Bereits im Prozess der Bürgerbeteiligung hat sich gezeigt, wie wichtig ein modernes Stadtmuseum ist. Es ermöglicht Teilhabe in vielerlei Hinsicht, indem es Raum für Diskussionen über Oldenburgs Geschichte und Zukunft bietet. Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Projekt konzentriert angehen werden und umsetzen können.“ Aus seiner Sicht sind in der Museumslandschaft neue Impulse nötig: „Wir haben dort einen erheblichen Modernisierungsbedarf.“ Ohne einen Abriss des Gebäudes aus den 60er-Jahren „könnte man das Raumprogramm nicht erfüllen“, so Krogmann.

Die Kosten für den viergeschossigen Neubau werden grob auf etwa 11,5 Millionen Euro geschätzt, ein dreigeschossiger Bau soll bei etwa zehn Millionen Euro liegen. Darin enthalten sind knapp zwei Millionen Euro für den Umbau der Ballinschen Villa, die künftig u.a. die Büros aufnehmen soll. Zur Finanzierung sollen Fördermittel eingeworben werden. Dem möglichen Bau, der wegen der darunterliegenden Tiefgarage hohen Gründungsanforderungen standhalten muss, soll ein Architektenwettbewerb vorgeschaltet werden, auch der Bebauungsplan müsste geändert werden.

Die Machbarkeitsstudie sieht eine Neubaufläche von etwa 2200 Quadratmetern vor. „An Stelle des jetzigen Museumsbaus, der abgerissen wird, wird ein viergeschossiger Neubau entstehen“, sagte Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Eine dreigeschossige Variante wäre auch möglich: Sie würde zwar nur unwesentlich weniger kosten und zu einer gewissen Beengung bei der Umsetzung aller Nutzungspläne führen (200 m² würden fehlen), andererseits würde sie das Horst-Janssen-Museum weniger deutlich überragen (ein viergeschossiges Gebäude wäre vier bis fünf Meter höher als das Janssen-Museum). Der Haupteingang für beide Museen soll im neuen Stadtmuseum liegen.

Der Studie war mit dem „Stadtlabor“ eine Bürgerbeteiligung vorausgegangen. Das Museum solle „Ort für den Austausch zu Themen der Stadtgeschichte, aber auch aktuellen zeitgeschichtlichen und politischen Fragen sein“, hieß es am Dienstag bei der Vorstellung der Bau- und Konzeptionsperspektive. Zu der Vorstellung war der Leiter des Stadtmuseums selbst, Andreas von Seggern, allerdings gar nicht eingeladen worden, wie die neue Leiterin der städtischen Museen, Dr. Nicole Deufel, auf Nachfrage einräumen musste. Sie wisse nicht einmal, „ob er im Verteiler war“, sagte Deufel etwas überraschend.

Ein Kern des aktuellen Stadtmuseums sind die Francksen-Villen, die 1915 zum Stadtmuseum wurden. 1968 wurde das Ensemble um die „Neue Galerie“ erweitert, 1995 schließlich um den Hüppe-Saal. Die Villen mit ihrem historischen Charme bleiben bestehen. Ihr Zugang soll künftig aber überdacht werden.

Karsten Röhr
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2110

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