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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Oldenburg platzt (fast) aus allen Nähten

15.01.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-01-15T08:35:59Z 280 158

Stadtentwicklung:
Oldenburg platzt (fast) aus allen Nähten

Oldenburg Oldenburg ist eine wachsende Stadt: Die Statistik verzeichnet 3662 zusätzliche Einwohner, die im vergangenen Jahr an die Hunte zogen, in der nun 165 101 Menschen leben. „Das ist eine gute Nachricht“, freute sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Donnerstag auf einer Pressekonferenz zum Thema Wohnungsbau. Die schlechte: „Der Druck auf dem Kessel des Wohnungsmarktes wird nicht geringer.“

Im Gegenteil, die im Stadtentwicklungsplan 2025 formulierten Bevölkerungsprognosen müssen nach oben korrigiert werden. In Oldenburg wird laut Krogmann gebaut „wie nichts Gutes“, doch müsse noch viel mehr vor allem kostengünstiger Wohnraum geschaffen werden.

Und daran arbeitet die Stadt mit einem Wohnungsbauförderungsprogramm, in dem von 2012 bis 2015 4,1 Millionen Euro und für dieses Jahr nochmals eine Million Euro im Haushalt bereitgestellt worden seien. Ausgezahlt wurden bisher 2,5 Millionen Euro. Gefördert wurden 128 Neubauwohnungen und 15 Wohnungen, die in einem Altbau umgebaut oder ausgebaut wurden. Mit 702 Baugenehmigungen wurde im Jahr 2015 der Weg für 1500 neue Wohnungen geebnet.

Die Stadt hat laut Krogmann weitere Anreize fürs Bauen geschaffen, indem sie davon abgerückt ist, beim Verkauf städtischer Baugrundstücke freiwillig 30 Prozent unter der geltenden Energieeinsparverordnung (Enev) bleiben zu wollen. Das reduziere die Baukosten. Große Hoffnungen setzen Krogmann und Baudezernentin Gabriele Nießen auf die Ausschöpfung der sogenannten stillen Reserve. Gemeint sind Wohnungen in Einfamilienhäusern, in denen oft nur noch eine Person lebt. Die Stadt gewährt für einen Umbau zur Abtrennung einer Wohnung Zuschüsse.

Ein großes Problem ist laut Krogmann das schwindende Angebot großer Neubaugebiete wie beispielsweise in Eversten-West. Das vielleicht letzte große Projekt entsteht derzeit am Bahndamm/Storchweg, wo 300 Wohnungen gebaut werden.

Zu nennen sind laut Nießen in diesem Zusammenhang die Wohnbauprojekte ehemalige BBS III an der Willersstraße, Doktorsklappe, Ziegelweg, Alter Stadthafen und Fliegerhorst. Krogmann hofft, dass durch das zusätzliche Angebot die Mietpreise sinken. Eine Mietpreisbremse halte er in Oldenburg nicht für sinnvoll.

Von den 3662 zusätzlichen Oldenburgern sind übrigens 3150 Ausländer – viele auch aus EU-Ländern. 75 Prozent der Flüchtlinge, die in Oldenburg einen sogenannten Aufenthaltstitel bekommen haben, bleiben laut Nießen in der Stadt.

Der Oberbürgermeister erklärte, dass sich unter dem möglicherweise noch wachsenden Druck der Blick auf Gebiete richten werde, die bislang für eine Bebauung nicht vorgesehen waren.

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