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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Hier wird Oldenburg Vorreiter für günstiges Bauen

22.09.2018

Oldenburg Gabriele Nießens Augen beginnen zu strahlen, als im Bauausschuss der Tagesordnungspunkt „Co-Housing Oldenburg“ aufgerufen wird. „Gemeinsam leben, statt getrennt wohnen“, ist der Arbeitstitel für ein Projekt, das einkommensschwachen Menschen, anerkannten Flüchtlingen sowie Alleinerziehenden ein Dach über dem Kopf bieten soll – und das die Baudezernentin so sehr erfreut.

Nach langer Grundstückssuche sind Stadtverwaltung und die GSG im Dreieck ­Oederstraße/Wardenburgstraße/Starklofstraße in Bürgerfelde fündig geworden. Dort stehen auf der 1400 Quadratmeter großen Parzelle Garagen, die aber für das Neubauprojekt zum Teil abgerissen werden. Die gemauerten Garagen sollen möglichst erhalten und als Gemeinschaftsräume genutzt werden, sagten Professor Ralf Pasel und Hans Drexler bei der Vorstellung des von Studierenden der Oldenburger Jade Hochschule und TU Berlin in Kooperation mit der Hans Sauer Stiftung entwickelten Konzepts.

Die zukünftigen Bewohner sollen frühzeitig in den Bauprozess integriert werden. Entstehen werden zwei Wohnkomplexe, der eine mit Mini-Häusern, der andere mit Gemeinschaftsräumen, die sich die Hausbewohner teilen. 17 bis 20 Menschen sollen auf insgesamt 440 Quadratmeter Wohnfläche dort leben können. 

Die Baukosten sollen deutlich unter 1750 Euro pro Quadratmeter liegen, sagte Nießen. Die Verhandlungen mit den Bauunternehmen laufen allerdings noch, weshalb keine konkreten Zahlen genannt werden könnten, sagte GSG-Chef Stefan Könner. Die Häuser sollen auf jeden Fall in der kostengünstigen Holzrahmenbauweise hochgezogen werden. Das soll sich auch auf die Miete durchschlagen: Sie soll nicht höher als 5,60 Euro pro Quadratmeter liegen. Das Projekt besitze eine Art Leuchtturmeffekt mit Strahlkraft für die gesamte Bundesrepublik Deutschland. Es sei nämlich erst das zweite, das im Zusammenhang mit der Initiative „Home not shelter“ in Angriff genommen werde.

Die „Minihäuser“ seien eine Weiterentwicklung der sogenannten „Oldenburger Hundehütte“, hieß es weiter. Die Häuser mit Pultdächern sammeln Sonnenenergie und erzeugen so Strom und Wärme. Der Entwurf der Wohneinheiten verringere die Wohnfläche pro Person, ohne dabei die Wohnqualität zu reduzieren. Dadurch würden Bau- und Betriebskosten sowie der Landverbrauch gesenkt, um kostengünstigen und bedarfsgerechten Wohnraum zu schaffen.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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