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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

„puuuro“-Möbel Aus Oldenburg: Auf dem Holzweg zum Erfolg

01.02.2019

Oldenburg Auf Neudeutsch würde man wahrscheinlich von Upcycling sprechen. Teelko Uphoff, gebürtiger Ostfriese und gelernter Zimmermann, liegen solche neudeutschen Attitüden aber eher fern. „Wir arbeiten mit altem Holz“, sagt er stattdessen. Wie man es auch bezeichnet, das Konzept kommt an: Mit den Möbeln der Marke „Puuuro“ ist Uphoff erfolgreich in eine Marktlücke hineingestoßen.

In auffällig vielen neuen oder neu eingerichteten Restaurants und Imbissbetrieben in der Stadt sind derzeit seine Produkte zu sehen: Tische, Hocker und Stühle aus Metallgestellen und Holzelementen, denen das Vorleben deutlich anzusehen ist. Industriedesign wird dieser puristische Stil auch genannt.

„Ich habe das nicht erfunden“, relativiert Uphoff seine Vorreiterstellung in diesem Bereich. Es gebe viele andere Anbieter solcher Möbel. „Aber eben nicht in Oldenburg.“

Im Norden aufgewachsen und zur Schule gegangen, fand Uphoff keine Handwerksfirma, die ihm als Abiturient eine Lehrstelle geben wollte. In Oldenburg hatte er mehr Erfolg, lernte den Beruf des Zimmermanns und war als solcher auch viele Jahre tätig. Bis sein berufliches Leben durch eine Idee einen neuen Weg einschlug. Inzwischen beschäftigt er in seiner Werkstatt am Werftweg vier Mitarbeiter und weitere Helfer.

Denselben Industriestil wie die Möbel hat auch die Werkstatt.
„Ich hatte früher schon mal für eine Ausstellung ein paar Tische gebaut“, erzählt der heute 42-Jährige. Seit 2014 ist genau das sein Geschäft. Aus ausrangierten Holzbohlen entstehen durch Säubern, Schleifen und Oberflächenaufbereitung Möbel, die gerade durch ihr unperfektes Äußeres zum Blickfang werden: Jedes Stück ist ein Unikat, keine Tischplatte ist hundertprozentig gerade. Die Markenbezeichnung Puuuro basiert übrigens auf dem Purobeach-Club auf Mallorca, dessen Name „irgendwie bei mir hängengeblieben ist“, erzählt Uphoff. Begriffe wir urban und Unikat sorgten für die zusätzlichen Us. Der Name wird auf jedem Möbelstück gut sichtbar eingebrannt.

Die Weinbar Garda Gourmet am Kasinoplatz war die erste Gastronomie, die Uphoff damit ausstattete. Es folgten bekannte Adressen wie die Kleine Burg an der Burgstraße, Moto Kitchen an der Ammerländer Heerstraße oder die Werder-Bremen-Fanwelt im Weser-Stadion. Diese Großaufträge sorgen natürlich für hohe Stückzahlen und Renommee. Allerdings handeln Gastronomen oft kräftige Rabatte aus, so dass die Gewinnmargen schrumpfen. Im lukrativeren Geschäft mit Privatkunden sieht Uphoff daher den längerfristigen Erfolg.

Dass der in Gefahr ist, weil der Trend zu diesem rauen Design verschwinden könnte, glaubt Uphoff derweil nicht. „Heute tauschen die Leute alle paar Jahre ihre Einrichtung aus.“ Daher glaubt er an stetige Nachfrage.

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Zudem werden sich auch seine Produkte weiterentwickeln müssen. „Es gibt kaum noch schöne alte Gerüstbohlen auf dem Markt", berichtet Uphoff. 2500 bis 3000 Stück, schätzt er, hat sein Team im vergangenen Jahr verarbeitet. Die Gerüstbauer setzten aber inzwischen auf andere Materialien. Daher wird er sich neues Grundmaterial suchen müssen. Ausrangierte Bodendielen oder Paletten vielleicht. Aber eines ist sicher: „Wir arbeiten auf jeden Fall weiter mit altem Holz.“


     www.puuuro.de 
Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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