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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

„Halbherzig und misslungen“

02.09.2017

Oldenburg Es ist gerade einiges los in dem sonst weniger belebten Gang der Schlosshöfe, der an die Häusing neben der BLB anschließt. Der Grund dafür sind die Pläne für einen möglichen Neubau des Marktcarrés (Unternehmensentscheidung bis Endes des Jahres). Das Thema beschäftigt die Bürger – das zeigt sich hier und auch in Online-Foren wie Facebook. Auch die Stadt hat sich am Freitag auf Anfrage zu dem Thema eingelassen – und zwar kritisch.

kommentar

Nicht gegen

Stadt bauen

Die Oldenburger lieben ihre Stadt viel zu sehr, als dass ihnen die Neugestaltung einer kompletten Seite des Marktes egal sein könnte. Das ist ihr Wohnzimmer – das Herzstück der Innenstadt. Es ist zu begrüßen, wenn die BLB Immobilien den Komplex halten und nicht an einen Hedgefonds verscherbeln will. Sie ist ein Partner, mit dem man sprechen können sollte, wenn die Planung auf zu große Bedenken stößt – ohne dass gleich alle Register gezogen werden müssen. Das hat die BLB schon signalisiert. Auch wenn die Verwertbarkeit für die Bank weit oben steht – die Bürger wollen darauf vertrauen können, dass man sich erneut zusammensetzt für eine Lösung, die ihrem Wohnzimmer gerecht wird.

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So sieht der vorgestellt Entwurf aus

Ina Brandes steht in den Schlosshöfen vor den Entwürfen und schüttelt den Kopf. Sie sagt: „Warum wird bei solchen Themen nicht die Bevölkerung gefragt?“ Für Rüdiger Brandes stellt sich die Frage, „warum man das Gebäude nicht von der Baumgartenstraße aus erneuert und die Fassade belässt“. Er macht sich wegen des geplanten Eingriffs auch Sorgen um das benachbarte, alte Eckhaus und lehnt den Siegerentwurf ab: „Ist für mich alt-ägyptische Pyramiden-Architektur.“ Andere fragen sich, „ob die BLB nach der Übernahme durch die Nord/LB die nötigen 35 Millionen für das Projekt hat“.

Das sagen Stadt und Verwaltung

Kerstin Gade steht ebenfalls vor den Entwürfen. Sie sagt: „Ich finde das total hässlich, das passt so überhaupt nicht hierher, auch weil das Umfeld nicht berücksichtigt wird.“ Sie könnte sich eine Kombination aus dem Entwurf von Hilmes Lamprecht, der ihr aber zu dunkel ist, mit einem hellen Neubau vorstellen – „aber bitte nicht nur diesen Neo-Stil“. Hier müsse „angepasst modernisiert werden, und nicht Klötze bauen, weil’s gerade ,in’ ist“. Gilde Winzenburg findet „den Siegerentwurf viel zu glatt“.

Auf Facebook gibt es ebenfalls viele Reaktionen, auch positive. Ein Nutzer schreibt: „Die Unterteilung der Front in verschiedene Giebel ist grundsätzlich gut, lockert die Fassade auf, sollte aber noch stärker akzentuiert werden.“

Henning Schröder, SPD-Vorstand des Ortsvereins Mitte-Nord & Donnerschwee, schreibt: „,Der weiße Riese’. Gruselig. Passt überhaupt nicht zu der Prägung des Marktes durch den Rotklinker von Rathaus und Lambertikirche. Sieht aus, als hätte jemand eine bestehende, historische Fassadenfront komplett mit Rigips-Platten zugetackert. Da waren ja schon die Großherzöge vor Jahrhunderten mit ihrem für damalige Zeiten sensationell quietschgelben Schloss mutiger und origineller.“

Für Malte Priesmeyer ist der Siegerentwurf „nicht Fisch, nicht Fleisch – da hat jemand versucht, eine historische Form aufzunehmen und dann die falsche Farbe drangekleistert. Oder sich für den Bruch mit der rot geklinkerten Farbgebung entschieden, hatte dann aber nicht den Mut zu einer modernen Form. So oder so: Halbherzig und misslungen“.

Karsten Röhr
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2110
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