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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Justiz überprüft Vorwürfe gegen Veterinäre

19.12.2018

Oldenburg Die Staatsanwaltschaft Oldenburg prüft die Vorwürfe gegen drei Amtstierärzte wegen möglicher Verstöße gegen Tierschutzgesetze im Schlachthof Oldenburg. „Wir werten das Videomaterial aus und sichten Unterlagen“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Deutsche Tierschutzbüro hatte Anzeige erstattet gegen die Veterinäre, die im Auftrag der Stadt die Schlachtungen überwachen sollen und im Zusammenhang mit Tierquälereien auf Videos in dem Schlachtbetrieb zu sehen sind.

Einer der Tierärzte sei bei der Stadtverwaltung fest angestellt, berichtete Personalchef Volker Trautmann am Montag im Allgemeinen Ausschuss auf eine Frage von Rita Schilling (Grüne). Zwei weitere würden auf Honorarbasis beschäftigt. Diese Mitarbeiter würden auf Stundenbasis vergütet, sagte Trautmann und wies die Spekulation zurück, die Tierärzte könnten pro Schlachtung bezahlt werden.

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Ein abschließender Bericht über die Vorfälle in dem mittlerweile stillgelegten Betrieb in Tweelbäke werde derzeit erstellt, sagte Trautmann. Vertreter von Personal-, Veterinär- und Rechtsamt der Stadt hätten mit den Beteiligten bei zwei Terminen über die Vorwürfe gesprochen. Hinweise auf rechtswidriges Verhalten der Tierärzte hätten sich nicht ergeben, sagte Trautmann im Ausschuss.

Anfang November hatte das Tierschutzbüro mit Sitz in Berlin illegal gefilmte Videos aus dem Schlachtbetrieb, der zum Unternehmen Goldschmaus in Garrel gehört, veröffentlicht. Die Sequenzen zeigen schwere Tierschutzverstöße – im Beisein der Veterinäre der Stadt Oldenburg. Vor zehn Tagen demonstrierten mehrere hundert Menschen in Tweelbäke vor dem Schlachthof für eine endgültige Schließung des Betriebs. Am Dienstag wurde bekannt, dass Goldschmaus den Schlachthof wieder in Betrieb nehmen will. Der Betrieb fällt seit Jahren bei Kontrollen wegen verschiedener Gesetzesverstöße auf, hatte die Stadt Mitte November eingeräumt. Auf Beanstandungen hin habe der Betrieb die Mängel aber immer wieder abgestellt.

Auch das Lebensmittel- und Veterinärinstitut in Oldenburg (Laves) ist bei Kontrollen immer wieder auf Unregelmäßigkeiten gestoßen. Es sei aber Aufgabe der Stadt, auf Hinweise zu reagieren und darauf zu dringen, dass Missstände abgestellt werden, hatte Präsident Eberhard Haunhorst erklärt.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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