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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Naschwerk-Transport kommt wohlbehalten an

04.04.2018

Oldenburg Eine Tonne Schokolade emissionsfrei zu transportieren, ist das Ziel der bundesweiten Schokoladenfahrt. Deren Teilnehmer möchten für nachhaltige Mobilität, CO2-neutralen Transport und bewussten Genuss werben. Mit dabei waren auch sieben Radfahrer aus Oldenburg und der Umgebung. Sie beendeten ihren Teil der Tour gestern Nachmittag am Eine-Welt-Laden in der Kleinen Kirchstraße, wo ihnen ein kleiner Empfang bereitet wurde. Das Mindeste, was man für Leute tun kann, die einem immerhin knapp 50 Kilogramm Schokolade mitbringen. Ein eigens für sie gebackener Kuchen wurde angeschnitten und Pressesprecher Reinhard Schenke begrüßte die Fahrer im Namen der Stadt Oldenburg. Eigentlich hätte das Oberbürgermeister Jürgen Krogmann tun sollen. Da der sich aber, so Schenke, diesmal auf das Auto statt aufs Fahrrad verlassen hatte, steckte er just zu diesem Zeitpunkt auf dem Rückweg von Hannover im Stau. Dafür war ihm mindestens das Mitleid der sieben Fahrer sicher, die gerade 770 Kilometer zurückgelegt hatte. Für Dieter Hannemann (52), der die Oldenburger Gruppe anführte, keine besondere Distanz. „Kilometerangaben sagen mir nichts, ich fahre einfach immer, bis ich am Ziel bin“, sagt er.

Gestartet war die Gruppe vor acht Tagen. Die Fahrt führte sie nach Amsterdam und zurück. Etwa nach dem Prinzip einer Sternfahrt trafen sie im Laufe der Tour mit Fahrern aus anderen Städten zusammen, die ihrerseits Transporttouren organisierten. In Amsterdam steht die Schokoladenmanufaktur Chocolate Makers, der Hersteller der süßen und zartbitteren Tafeln aus biologisch, fair und nachhaltig angebauten Kakaobohnen. Letztere wurden sogar emissionsfrei über den Atlantik verschifft – mit der Tres Hombres, einem 32 Meter langen Segelschiff mit 35 Tonnen Nutzlast für den umweltfreundlichen Transport von Kakao, Kaffee und Rum.

„Gefahren sind wir nach dem Pippi-Langstrumpf-Prinzip: Wir haben das noch nie probiert, also geht es sicher gut“, sagt Hannemann. Mit Ausnahme des fast ständigen Winds von vorn und ein paar kleiner, fahrradüblicher Pannen seien die sieben Fahrer aber gut durchgekommen, so der Sozialpädagoge. „Wir sind fast überall noch bei Tageslicht angekommen und haben immer was zu essen gekriegt“, so Hannemann weiter. „Es war eine schöne Anstrengung, im wörtlichen Sinne. Zumal man streckenweise auch einfach abschalten kann und ganz meditativ unterwegs ist.“

Für Alf Göbbler aus Harpstedt stand vor allem die Begegnung mit vielen Gleichgesinnten im Vordergrund der Fahrt. „Außerdem konnte man viele interessante Fahrräder sehen.“ Als Problemlösung für den Güterverkehr sei die Schokotour ohnehin nicht zu verstehen, findet Dieter Hannemann. „Es geht vielmehr darum, einmal über die Wertschätzung von Lebensmitteln nachzudenken.“


     http://schokofahrt.de 
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