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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

In den Hütten herrscht noch Handarbeit

14.12.2018

Oldenburg So haben sie den Lambertimarkt noch nicht gesehen: 20 Abonnenten der NWZ konnten am Mittwoch in einer exklusiven Führung die Arbeit einiger Schausteller aus nächster Nähe erleben, Fragen stellen und sich sogar selbst einmal hinter dem Tresen ausprobieren. Die Schausteller Rene Mondorf, Marvin Meyer, Robért Hempen und Maik Wegener führten die Teilnehmer dafür zu ausgewählten Hütten. Den Anfang machte Maik Wegeners „Bonbonmacher“-Hütte. Dort wurde vor den Augen der Besucher Zucker aufgekocht, teilweise eingefärbt und in mehreren Schritten zu zweifarbigen Bonbons verarbeitet, von denen natürlich auch genascht werden durfte. „Alle Arbeitsschritte machen wir noch genauso, wie es schon meine Großeltern gemacht haben“, erklärte Wegener.

An der Bonanza-Reitbahn von Adriano Paßquali fiel die zum Zinnenmuster geschnittene Mähne eines Norwegers einigen Besuchern besonders auf. „So schön hab ich die Haare nicht“, sagte Paßquali mit Verweis auf seine Glatze. An Jill von Seggerns Frietje-Hus gab es zur Stärkung eine kleine Portion frisch geschnittener und frittierter Pommes.

Ein paar Stände weiter zeigte Tanja Wegener in ihrer Wachskunst-Hütte, wie eine Kerze buchstäblich in Handarbeit hergestellt wird. Teilnehmer Hermann Bölts durfte seine Hand in einen großen Topf mit flüssigem Wachs tauchen. „Das tat überhaupt nicht weh, war sogar ganz angenehm“, sagt er später. „Aber ich hatte erstmal kein Gefühl in der Hand. Ich kann mir jetzt gut vorstellen, wie Enthaarung mit Wachs funktioniert.“ Den verfestigten Abguss seiner Hand versah Tanja Wegener mit einem Docht und füllte ihn mit Wachs zu einer massiven Kerze, die Bölts mitnehmen durfte. „Angezündet wird die aber nicht, dafür ist die zu schade“, sagt seine Frau.

Nach einer kurzen Verkostung von Spekulatius und Lebkuchen am Stand von Wilhelm Schmidt zeigte Rick Paßquali an seiner Hütte die Gestaltung eines individuellen Lebkuchen-Herzens mit Fotodruck in Lebensmittelfarben. Besucherin Anna Rumkamp durfte anschließend ein eigenes Herz beschriften. „In Liebe“ schrieb sie darauf. „Das war für mich jetzt nicht so schwer“, sagt Rumkamp. „Ich habe ja schon öfter gebacken und Torten beschriftet. Das Herz wird aber nicht gegessen. Das hängen wir zuhause auf.“

Zum Abschluss spendierten die Schausteller Schmalzkuchen und Feuerzangenbowle, beantworteten noch offene Fragen und sammelten Lob und Kritik der Teilnehmer in Fragebögen. Das Lob überwieg. „Diese Hintergründe sind mal interessant“, sagte auch Werner Lesemann. „Man ahnt ja oft nicht, wie viel Arbeit etwa in so einer Tüte handgemachter Kekse steckt. Das hat dann eben seinen Preis.“

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