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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Wo die Straßenlaternen nicht mehr nur Licht spenden

08.02.2018

Oldenburg Das Interesse an der „Smart City“ ist groß: Weit mehr als 100 Gäste informierten sich am Mittwochmittag über die Smart City, die im Lauf der nächsten Jahre auf dem ehemaligen Fliegerhorst entstehen soll. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann verglich den Tag mit Heiligabend. Die Geschenke zur Bescherung steuerten einige der 21 an dem Projekt beteiligten Unternehmen bei, die im ehemaligen Offizierskasino an Ständen über ihr Angebot informierten.

Unter Federführung des Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und -Systeme (Offis) und der Stadt Oldenburg entsteht auf einer Teilfläche des ehemaligen Fliegerhorsts bis zum Jahr 2022 ein weitestgehend klimaneutrales Quartier als „Reallabor“ – als Partner ist die GSG beteiligt. Es werden etwa 110 Wohneinheiten sowohl in Neubauten als auch in sanierten Bestandsgebäuden gebaut. Sie haben Anschluss an ein gemeinsames Energienetz, das – wo es möglich ist – öffentliche Infrastruktur nutzt. Die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie für Bildung und Forschung fördern „Smart City“. Rund 18 Millionen Euro fließen in die nachhaltige, sektorübergreifende und digitalisierte Energieversorgung des Quartiers, weitere rund 8,4 Millionen Euro werden von den größtenteils im Nordwesten angesiedelten Industriepartnern beigesteuert.

Krogmann freute sich über das „Sahnehäubchen“ auf den Bebauungsplänen und bezeichnete „Smart City“ als Leuchtturmprojekt, das Strahlkraft weit über die Region hinaus habe. „Wie wollen wir in der Zukunft leben, mit welcher Lebensqualität, mit welchem Grad der Digitalisierung“, fragte Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff von Offis in die aufgrund der Tageszeit überwiegend durch ältere Gäste besetzte Runde. Oldenburg sei bundesweit eines von sechs Leuchtturmprojekten, unterstrich er die Bedeutung des Oldenburger Freiraumlabors. Ziel sei es, ein sich energetisch nachhaltig und regenerativ versorgendes Quartier zu entwickeln. Ein Beispiel: Die „intelligente“ Straßenlaterne von morgen spendet zwar nach wie vor Licht – der mit energiesparender Technologie ausgerüstete Mast kann aber noch viel mehr; Elektroautos mit Strom versorgen, Energieverbräuche prognostizieren, freie Parkplätze melden oder als WLAN-Hotspot fungieren.

Zentraler Kooperationspartner ist das Oldenburger Institut für Vernetzte Energiesysteme, eine Einrichtung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es entwickelt Technologien und Konzepte für die Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Auf dem Fliegerhorst erläuterten die Wissenschaftler, wie sie das Gesamtenergiekonzept für das „Energetische Nachbarschaftsquartier“ erstellen. Beteiligt sind unter anderem auch der Oldenburger Energiecluster (OLEC), EWE Netz sowie die Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.

Als Gast merkte der Oldenburger Architekt Christoph Bagge an, der Bedeutung des Quartiers auch architektonisch gerecht zu werden. Das bedeute aber nicht, dass die Häuser hochmodern aussehen müssten. Vielmehr hoffe er auf einen Mini-Architektur-Wettbewerb beziehungsweise eine Ideenschmiede, in der innovative Konzepte entwickelt werden könnten.


Mehr Infos unter   www.oldenburg.de 
Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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