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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Kindern in Kenia eine Zukunft geben

29.12.2017

Oldenburg Kindern ein Zuhause geben: Dieser Lebensaufgabe stellt sich Anja Friedrich (44) seit vielen Jahren. Und das nicht in Deutschland, sondern im weit entfernten Kenia.

Das von Friedrich mit Hilfe vieler Spender aufgebaute Waisenheim „Little Angel“ liegt in Likoni, einem der ärmeren Stadtteile der kenianischen Küstenstadt Mombasa. Das Heim ist ein Zuhause für 24 Kinder zwischen drei und 17 Jahren. Auf dem Gelände des Heims gibt es zudem eine Schule, die auch Kinder aus der Nachbarschaft besuchen dürfen.

Freudige Rückkehr

Vor wenigen Tagen ist Anja Friedrich, die in Oldenburg beim gemeinnützigen Verein „pro:connect – Integration durch Bildung und Arbeit“ als Integrationsberaterin arbeitet, von einer Reise aus Kenia zurückgekehrt. Für sie ist es immer wieder eine wahre Freude, zum Waisenheim zurückzukehren, die Kinder zu sehen und ihre Entwicklung zu verfolgen. 2011 fehlte es an allem, es gab nur ein abbruchreifes Haus, wenig Essen und eine ungewisse Zukunft.

Heute gibt es auch in langen Trockenzeiten ausreichend Wasser, weil über Rinnen das Regenwasser vom Dach in Tanks abfließen kann. Nun wurden zwei weitere Wassertanks hinzugekauft, um die Wasserversorgung zu sichern – ein 10 000-Liter-Tank für den Außenbereich und einer für 3000 Liter für den Innenbereich. Im vergangenen Jahr wurde zum bestehenden 500 Quadratmeter großen Grundstück ein 800 Quadratmeter großes hinzugekauft.

Fortschritt durch Wasser

Auf der Farm gibt es deutliche Fortschritte, seitdem die Wasserversorgung gewährleistet ist und sich ein Farmer um die Pflanzen und Tiere kümmert. Die Farm ist rund 6000 Quadratmeter groß und von einem hohen Zaun umgeben. Rund herum sollen Obstbäume gepflanzt werden. Die ersten Süßkartoffeln, Kürbisse und Tomaten wurden bereits geerntet.

Der Plan der Helfer ist, dass ab Mitte 2018 die Kosten, die für den Farmer und für Strom sowie für den wöchentlichen Zukauf von Obst für die Kinder anfallen, komplett über den Verkauf der Ernte abgedeckt werden.

Mittlerweile besuchen neun Jugendliche aus dem Waisenhaus die Hochschule (Klasse 9 bis 12), die meisten in einem Internat, damit sie sich komplett auf das Lernen konzentrieren können. Die jährlichen Schulgebühren im Internat inklusive Verpflegung und weiteren Nebenkosten liegen zwischen 350 bis 600 Euro. Diese werden vom Verein übernommen. Im Anschluss kann ein College oder eine schulische Ausbildung erfolgen.

Den Waisenkindern eröffnen sich hervorragende Zukunftsperspektiven – das ist der schönste Lohn für Anja Friedrich.

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