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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Erst mal keine Kippen-Polizei in Oldenburg geplant

13.11.2019

Oldenburg Sowohl SPD als auch Grüne hatten entsprechende Anträge gestellt, mit denen die Verwaltung beauftragt werden soll, dem Problem der achtlos weggeworfenen Zigarettenreste zu begegnen. Dabei haben beide Fraktionen nicht nur ein saubereres Stadtbild im Blick, sondern auch den Umweltschutz.

„Zigaretten verunreinigen in nicht unerheblicher Art und Weise Trinkwasser“, schreiben die Grünen in ihrem Antrag. Der Grund: Neben Chemikalien enthielten die Glimmstengel auch Zelluloseacetat, eine nur schwer abbaubare Kunststoffmikrofaser.

Die Rechtslage ist eindeutig: Das Wegwerfen ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von bis zu 50 Euro geahndet werden – wenn der Verursacher denn erwischt wird. Mehr Personal im Zentralen Außendienst der Stadt hält die Verwaltung daher für wenig hilfreich. „Fraglich ist, ob eine Person ihre Zigarettenkippe vor einer uniformierten Person wegwirft“, heißt es in einer Vorlage für die morgige Sitzung des Umweltausschusses. Gleichwohl werde, sofern der Verursacher bekannt ist und ein Zeuge zur Verfügung steht, der Angelegenheit nachgegangen.

Als Lösungsansatz für das Kippenproblem schlägt die SPD vor, Mülleimer im Stadtgebiet mit einer zusätzlichen Aschenbecherfunktion zu versehen. Zudem wird angeregt, über die Oldenburg Tourismus und Marketing Taschenaschenbecher mit Oldenburg-Logo kostenlos oder zum Selbstkostenpreis anzubieten. Auch die Schausteller könnten mit themenbezogenen Logos für den Kramer- und den Lambertimarkt eingebunden werden. Eine Firma aus der Region biete mit dem „Ascher to go“ sogar ein entsprechendes Produkt. Kurzfristig, sprich zum Start des Lambertimarkts am 26. November, lässt sich die Idee jedoch wohl nicht mehr umsetzen. Man befinde sich mit dem Produkt noch in der
Startup-Phase, heißt es auf Nachfrage.

Mehr Mülleimer sind nach Ansicht der Stadtverwaltung nicht nötig und würden nicht zu einem veränderten Verhalten führen. Schon jetzt seien an allen Bushaltestellen Abfallbehälter aufgestellt, die mindestens einmal in der Woche geleert würden. Die rund 100 Mülleimer in der Innenstadt würden an allen Wochentagen sogar mehrfach geleert.

Die Lösung für das Problem liegt aus Sicht der Stadt in einer „Änderung des Verhalten jedes Einzelnen. Dabei setzt die Verwaltung auf Sensibilisierung und Prävention statt auf mehr Strafen. Dafür wurde in der Verwaltung eine Projektgruppe eingerichtet, in der auch das Thema Zigarettenkippen fällt. Einige Maßnahmen würden noch in diesem Jahr umgesetzt: Unter anderem sollen im öffentlichen Nahverkehr, an den Fahrzeugen des Abfallwirtschaftsbetriebes und im öffentlichen Raum Plakate auf die Thematik aufmerksam machen.

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