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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Abriss des Finanzamtes wird sich über Jahre hinziehen

06.09.2018

Oldenburg Der Abriss des Finanzamtes an der 91er-Straße wird das Stadtbild am Pferdemarkt über Jahre hinweg prägen. Die Arbeiten sind aufwendig, weil zunächst Schadstoffe wie Asbest, die in den 70er-Jahren verbaut worden sind, aus dem Gebäude herausgeholt und entsorgt werden müssen. „Erst dann erfolgt der eigentliche Abriss“, erklärte Alexandra Busch-Maaß vom Staatlichen Baumanagement Ems-Weser am Mittwoch während einer Pressekonferenz, auf der das Projekt vorgestellt wurde.

Die Ausmaße der drei Gebäude, die auf einer gemeinsamen Bodenplatte stehen, beeindrucken. „Der Hauptturm ist 34 Meter hoch und verfügt über acht Geschosse plus Staffelgeschoss“, sagt Projektleiter Jörg Rütemann vom Baumanagement. Der umbaute Raum beträgt 50 000 Kubikmeter. Zum Vergleich: Ein 7140 Quadratmeter großes Fußballfeld müsste mit einer sieben Meter hohen Erdschicht bedeckt werden.

Das Niedersächsische Finanzministerium hat am 21. August 2018 den Bauauftrag erteilt, berichtete Klaus Wieting, Leiter der Baumanagements. 12,7 Millionen Euro soll der Abriss kosten, das Projekt sei nun europaweit ausgeschrieben worden. Die Angebote müssen bis zum 9. Oktober eingereicht werden, danach erfolgt eine Bewertung und Prüfung, der Bauauftrag könnte Ende November erfolgen, sagte Wieting weiter. Die ersten Arbeiten und das Einrichten der Baustelle könnten dann im Dezember beginnen. „Wenn alles glatt läuft“, verwies Wieting auf mögliche Klagen von Unternehmen, die in einem Vergabeverfahren unterlegen seien.

Parallel dazu würden in einem Beweissicherungsverfahren die unmittelbaren Nachbarn des ehemaligen Finanzamtes in der Georgstraße, Heiligengeiststraße und den Heiligengeisthöfen angeschrieben. Ein Gutachter werde dann den Zustand der Häuser vor und nach dem Abriss des Finanzamtes dokumentieren. Beteiligt in diesem Verfahren wird auch die Bahn, deren Brücke über den Pferdemarkt direkt am Finanzamt vorbeiführt.

Details zum Abriss konnte Wieting nicht bekanntgeben, das Ergebnis der Ausschreibung müsse abgewartet werden, in dem die Unternehmen ihre Konzepte vorstellten. Die Schadstoffsanierung des Gebäudes werde aber wohl abschnittsweise erfolgen. Schadstoffe werden nicht in die Umgebung gelangen, versprach Busch-Maaß.

In der Stadt gibt es das Gerücht, dass das Finanzamt auf Sicht in die Innenstadt zurückkehren könnte – und zwar für den Fall, dass die Öffentliche gegenüber dem jetzigen Hauptstandort am Staugraben an der Moslestraße eine neue Zentrale errichten sollte. Hierzu hieß es bei den Öffentlichen Versicherungen aber lediglich, es gebe Überlegungen für einen Ausbau am jetzigen Standort oder einem Neubau an der Moslestraße, in die auch die Stadt einbezogen sei. Ein Zusammenhang mit möglichen Plänen für das Finanzamt wurde aber nicht bestätigt.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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