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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadtentwicklung In Oldenburg: Senioren ziehen in altes Bürohaus

21.02.2020

Oldenburg Wohnen für ältere Menschen: Das ist der Plan von Kubus-Immobilien für das Haus an der Ratsherr-Schulze-Straße 1o. Es wird vielen Oldenburgern noch als Sitz der Öffentlichen Versicherung bekannt sein, die die Immobilie, zu der ein 3525 Qua­dratmeter großes Grundstück gehört, verkauft hat.

„Der Altbau wird saniert und umgebaut“, erklärte Lisa Onnen von Kubus-Immobilien in einem Gespräch gegenüber der NWZ. Für viele Nachbarn ist das eine gute Nachricht. Sie hatten befürchtet, dass das Haus abgerissen und durch einen seelenlosen mehrgeschossigen Neubau ersetzt wird. Allein im Altbau sollen 25 bis 30 Wohnungen hergerichtet werden. Hinzu kommt auf dem hinter dem Haus gelegenen Parkplatz ein Neubau. Wie der aussehen wird, kann Onnen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Die Planungen beginnen jetzt erst. Am Anfang steht die Baugrunduntersuchung.

„Für die Autos wird eine Tiefgarage gebaut“, kündigte Onnen weiter an. Das Grundstück sei heute zu fast 100 Prozent versiegelt – also bebaut beziehungsweise gepflastert. Das werde sich zukünftig ändern. Baubeginn kann im Frühjahr 2021 sein.

Durch den sinkenden Grundwasserspiegel seien die Köpfe der Pfahlgründung trocken gefallen und in keinem guten Zustand, erklärte die 38-Jährige weiter. Bis ins 19. Jahrhundert hinein floss in unmittelbarer Nähe die Haaren. Das gesamte heutige Dobbenviertel war ein Sumpfgelände, in dem erst Ende des 19. Jahrhunderts die Bebauung begann.

Das Haus hat eine höchst wechselvolle Geschichte. Gebaut wurde es in den 20er/30er Jahren für die Brandkasse. 1933 quartierten die Nazis dort die Gauleitung mit Carl Röver ein und nannten es Adolf-Hitler-Haus. Nach dem Krieg hatte zunächst die 3. Kanadische Division hier ihr Hauptquartier, später zogen Dienststellen der britischen Armee und ein englisches Arbeitsamt ein und nannten es in Churchill-Haus um. Dann residierte dort die Besitz- und Verkehrssteuerabteilung Oldenburg der Oberfinanzdirektion Hannover, es folgte die Öffentliche Versicherung, die die Immobilie bis zum Verkauf an Kubus-Immobilien an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz vermietet hatte.

Zur weiteren Historie: Erst im Jahr 1897 hatte der Holzhändler Hustede die Erlaubnis erhalten, über seine am Haarenufer liegenden Grundstücke eine Straße zu bauen. Ihren Namen erhielt sie am
11. April 1901. Hustede hatte zwischenzeitlich seine Grundstücke an den Rentner Ovye verkauft, der die Straße bis 1904 zur Haaren ausbaute. Schließlich beschloss der Magistrat im Jahr 1905, die Ratsherr-Schulzestraße bis zum Everstenholz auszubauen. Dieser Plan wurde allerdings durch den Bau des neuen Ministerial- und des Landtagsgebäudes sowie der Emmichbrücke bis 1916 verschoben. Ratsherr Schulze, ursprünglich Besitzer einer Lohgerberei auf dem Gerberhof, wohnhaft am jetzigen Haarenufer neben der Turnhalle, war bis 1873 Magistratsmitglied. Die Haaren war von 1816 bis 1819 an die Ofener Chaussee verlegt worden.
Quelle: „Die Oldenburger Straßennamen“, Heinz Holzberg Verlag KG, Friedrich Schohusen, ISBN 3 87358 090 X.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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