• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mittelständler wollen lebendige Innenstadt

02.03.2018

Oldenburg Wer über Schadstoffbelastung rede und an ehrlichen Lösungen interessiert sei, dürfe nicht nur über eine Dieselproblematik sprechen, sondern müsse „die Ursachen der Schadstoffbelastung über das Dieselthema hinaus analysieren“, forderten Mitglieder der Oldenburger Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) beim 30. MIT-Gespräch, für das sich Baudezernentin Gabriele Nießen zur Verfügung gestellt hatte. Kernthema war eine gute Strategie für die Innenstadt.

Schließlich ist bekannt, dass die Treibhaus-Emissionen aus dem Bereich des Straßenverkehrs gerade mal 18 Prozent ausmachen, wie das Umweltbundesamt einräumt. Nießen berichtete, „dass die Analyse weiterer Schadstoffquellen bereits läuft“. Von Teilnehmern wurde angeregt, die Unternehmen mit einer veralteten Fahrzeugflotte zu einer Erneuerung durch Anreizsysteme zu motivieren.

Die MIT macht sich dafür stark, dass die Innenstadt mit Einkaufszentren wie Famila in Wechloy mithalten kann und entsprechend gut erreichbar bleibt. Im Blick haben die Mittelständler auch die Heiligengeiststraße, die einer konzeptionellen Stärkung bedürfe. Das abgängige Finanzamt verstärke den negativen Effekt auf die Straße.

Nach NWZ-Informationen wird das Finanzamt komplett abgerissen, Start soll Ende des Jahres sein, wegen der Asbestbelastung, der nötigen Einhausung und dem geschossweisen Vorgehen könnten die Arbeiten maximal bis zu fünf Jahre dauern (die Anwohner sollen Mitte des Jahres, mehrere Monate vor Baubeginn, informiert werden). Ein Problem der Straße sei, dass große Investoren, denen wichtige Immobilien dort gehörten, leider „wenig Interesse an der Örtlichkeit“ zeigten.

 Thema war auch eine mögliche Wiederbelebung der Stadtteilbahnhöfe, um den Autoverkehr aus den Stadtteilen und gegebenenfalls dem Umland zu reduzieren. Dies werde von DB und Landesverkehrsgesellschaft positiv gesehen, hieß es. Insbesondere ein Haltepunkt „Heiligengeiststraße“ könne zur Belebung dieses Teiles der Fußgängerzone beitragen.

Die Baudezernentin sah die Idee positiv, wies aber darauf hin, dass sich dies nur bei einer Güterumfahrungstrasse realisieren lasse. Zudem habe Ex-Verkehrsminister Lies nur den Bahnhof Ofenerdiek für eine Reaktivierung befürwortet, alle anderen Bahnhöfe nicht. MIT-Mitglieder forderten daraufhin Gespräche mit dem neuen Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann.

 Zum Thema Parkhäuser sagte Nießen, dass die fünf Innenstadtparkhäuser lediglich an vier Tagen in der Vorweihnachtszeit voll ausgelastet seien. Der verzögerte Bau des Parkhauses beim Ev. Krankenhaus solle „möglichst bald begonnen werden“. Besondere Parkplätze mit Stromtankstellen kämen ins städtische Parkhaus am ZOB. Auch attraktivere Park- und Ride-Angebote seien nötig, hieß es.

 Nießen sieht äußerst kritisch, das vermehrt Wohnflächen in den Obergeschossen von Innenstadtimmobilien leer stehen und zum Teil sogar die Zugänge abgebaut wurden, weil es einigen Eigentümern allein um die gewerbliche Vermietung des Erdgeschosses gehe.

Insgesamt liege die Leerstandsquote in der Gesamtstadt bei 2,5 Prozent. Das entspräche der Fluktuationsreserve und sei keineswegs besorgniserregend.

Karsten Röhr
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2110

Weitere Nachrichten:

MIT | Bundesumweltamt | DB | CDU | Famila | Finanzamt | Nordwest-Zeitung