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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Verfälschen Bäume die Messwerte?

15.09.2018

Oldenburg Woher stammt die hohe Stickoxid-Belastung am Heiligengeistwall? Die Verwaltung stochert weiter im Nebel und konnte auch im Umweltausschuss diese von der CDU aufgeworfene Frage nicht beantworten.

Der Hintergrund: Am Montag, 30. Juli, war zwischen 8 und 9 Uhr am Container ein Wert gemessen wurde, der weit über 50 Mikrogramm lag, also jenseits des Grenzwertes von 40 Mikrogramm – die Straße war zu diesem Zeitpunkt aufgrund von Bauarbeiten allerdings gesperrt. An allen anderen Orten in der Stadt, wo an Passivsammlern gemessen wurde, lagen die Werte ganz erheblich unter den 40 Mikrogramm – selbst an der viel befahrenen Cloppenburger Straße.

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Die Baumaschinen waren am Julius-Mosen-Platz im Einsatz, das Parkhaus am Waffenplatz war geöffnet, und die Autos fuhren durch die Mottenstraße Richtung Stadtmuseum, suchte Klaus Büscher, Leiter des Amts für Umweltschutz und Bauordnung, nach einer Erklärung.  Vielleicht seien auch unbekannte chemische Reaktionen oder meteorologische Einflüsse verantwortlich.

Die CDU-Fraktion hatte in ihrem Antrag auf das Bundes-Immissionsschutzgesetz verwiesen. So könnten die Bäume oder Gebäude in unmittelbarer Nähe der Messstation den Luftstrom und damit die Werte negativ beeinflussen. Das widerspreche der Verordnung. „Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim hat die ordnungsgemäße Aufstellung der Messstation am Heiligengeistwall bestätigt“, teilte Umweltdezernentin Gabriele Nießen dem Ausschuss mit. Gleichwohl wolle sie nochmals nachfragen.

Pierre Monteyne (Grüne) machte den Autoverkehr zu zweidritteln für die Stickoxidbelastung verantwortlich. Die Stadt laufe Gefahr, von einem Gericht zu Strafzahlungen verurteilt zu werden, wenn der Grenzwert in Höhe von 40 Mikrogramm weiterhin dauerhaft überschritten werde.

Entgegen anderslautender Aussagen von Ministerpräsident Stephan Weil und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sind Fahrverbote für Dieselfahrzeuge am Heiligengeistwall nach wie vor Gegenstand von Überlegungen der Stadtverwaltung. Das geht aus dem sogenannten Green-City-Plan hervor, der am Montag im Verkehrsausschuss (17 Uhr, Technisches Rathaus) beraten wird. Denn: Selbst die viele Millionen Euro verschlingende Modernisierung der Busflotte wird den Wert maximal auf 41 bzw. 41,5 Mikrogramm verringern, erklärte Büscher.

Aus dem Green-City-Plan geht hervor, dass deshalb ein punktuelles Fahrverbot für Dieselfahrzeuge zu prüfen sei. Es solle für einen noch festzulegenden Abschnitt zwischen Heiligengeiststraße und Wallstraße (in beide Fahrtrichtungen) gelten.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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