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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Deutsche Bahn holt die Kettensägen raus

12.10.2017

Oldenburg An der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven rattern die Kettensägen. Auch kräftige alte Bäume werden gefällt, klagt die Interessengemeinschaft für die Bürger und ihre Umwelt im Großraum Oldenburg (IBO).

„Auf einem Wohngrundstück am Friedhofsweg, bebaut derzeit mit einem Einfamilien-Bungalow, gelegen in einem herrlichen kleinen Wäldchen mit einem größeren Teich voller schützenswertem Getier, rückten Bagger und Baumfäll-Mannschaften an“, schreibt IBO-Sprecher Christian Röhlig. Vom Pferdemarkt bis zum Karuschenweg wird nun abschnittsweise bis Mitte November gearbeitet, teilte die Deutsche Bahn AG den Anliegern mit.

Röhlig: „Während die der Sicherheit des Bahnverkehrs dienenden fast jährlichen Rückschnitte in den vergangenen Jahren immer bei einer nächtlichen Durchfahrt eines speziellen Arbeitszuges erledigt wurden, sieht die nun begonnene Aktion nach ,Vorbereitungsarbeiten’ für den von der DB Netz geplanten Streckenausbau (PFA1) aus.“ Dafür habe die DB Netz aber noch lange keine Genehmigung.

„Betrachtet man zum Beispiel die Bahnstrecke einmal aus der Luft, so sieht man ein herrliches grünes Band, viele Anwohner sprechen von ,ihrer grünen Lunge’. Diese soll nun ohne Grund zerstört werden“, sagt Röhlig. Der IBO-Sprecher fordert Politik und Verwaltung auf, sich für den Erhalten dieser schützenswerten Natur einzusetzen.

„Entlang der Strecke werden planmäßige Rückschnittsarbeiten ausgeführt sowie durch Sturm Xavier verursachte Schäden beseitigt“, weist Bahnsprecherin Angelika Theidig Vermutungen zurück, die Bahn würde den Ausbau der Strecke vorbereiten. Das Konzept des Vegetationsmanagements der DB Netz AG erfolge auf Basis des Natur- und Umweltschutzes. Es sei ein wichtiger Baustein, mit dem sich die Bahn auf die Auswirkungen der klimatischen Veränderungen einstellt. Bei der Vegetationspflege arbeite die DB Netz AG bereits seit 2007 kontinuierlich an der Umsetzung eines Präventionsprogramms.

Alle Strecken würden durchforstet, indem auf mindestens sechs Metern rechts und links der Gleise die Vegetation zurückgeschnitten werde. Weiterhin erfolge innerhalb der gesetzlichen Vorgaben eine regelmäßige Inspektion der Vegetationsbestände an den Strecken. „Für Neupflanzungen setzen wir nur noch standsichere tiefwurzelnde Baumarten wie Eiche oder Blutahorn ein“, teilt Theidig weiter mit. In fast allen Regionalbereichen der DB sei dieses Programm bereits vollständig umgesetzt. In 2016 habe die Bahn einen knapp dreistelligen Millionenbetrag investiert. Theidig: „Für die Arbeiten sind intensive Abstimmungen mit den zuständigen Umweltbehörden und teilweise mit privaten Anliegern notwendig. Hier ist die DB auf die Zustimmung der Beteiligten angewiesen, bevor notwendige Vegetationsarbeiten durchgeführt werden können.“

Die Arbeiten liegen im Plan, fast 400 Kilometer werden bis Ende 2017 mit dem sogenannten V-Schnitt durchgearbeitet sein. Insgesamt sind über 1000 Mitarbeiter im Vegetationsmanagement der DB Netz AG im Einsatz.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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