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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

So will die Wirtschaft die Luft in Oldenburg verbessern

25.10.2017

Oldenburg Die IHK und die Stadt setzen sich dafür ein, die Stickstoffdioxid-Werte zu senken und extreme Maßnahmen wie Fahrverbote zu vermeiden. Ein Gutachten des Berliner Instituts IGES für IHK und Stadt nennt umweltfreundliche Maßnahmen für einen funktionierenden Wirtschaftsverkehr in Oldenburg.

Der – fraglos gestiegene – Auto- und Lastwagenverkehr sei zwar nur zu einem Drittel für die Stickoxide verantwortlich, hieß es bei der Vorstellung des Gutachtens am Dienstag in der IHK. Zudem gilt Oldenburg als eine der Radfahr-Hauptstädte und hat fast keine Industrie. Dennoch sieht sich die Stadt gezwungen, den an der Messstelle direkt hinter der Lappankreuzung liegenden Jahresmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter dort auf den von der EU neu gesetzten Grenzwert von 40 Mikrogramm senken zu müssen. Der einzige Hebel, den die Stadt hat, ist der Autoverkehr.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen der Wirtschaft gehören Lieferzonen-Management, betriebliches Mobilitätsmanagement, verstärkter Einsatz von Lastenrädern (Beispiel UPS) in der City und die damit verbundene Ausweisung von Mikro-Ports als Sammelstellen sowie stärkere E-Mobilität. Weitere Stichworte sind gemeinsame Transportfahrzeuge, Ausbau des ÖPNV und Ausbau der Radinfrastruktur.

„Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Emissionen von Stickoxiden zu senken und auch negative Auswirkungen etwaiger restriktiver Maßnahmen wie Umweltzonen oder Blaue Plakette für die Bewohner, Pendler, Gäste und Gewerbetreibenden in der Innenstadt zu vermeiden“, so Felix Jahn, Geschäftsführer der IHK für Verkehr.

„Die Vorschläge sollen dazu beitragen, den Verkehr in Oldenburg langfristig zu optimieren, anstatt ihn zu verbieten“, so Jahn. „Zur Immissionsminderung bergen sie große, noch weitgehend ungenutzte Potenziale.“ Sie könnten nicht nur dazu beitragen Stickoxide, sondern auch CO2 - und Lärmemissionen reduzieren, die Erreichbarkeit verbessern und die Attraktivität steigern“, sagte Jahn. Fahrverbote hingegen würden „der Stellung Oldenburgs als Oberzentrum großen Schaden zufügen“.

Stadtbaurätin Gabriele Nießen sieht die formulierten Maßnahmen als eine „Grundlage für weitere Planungen und Abstimmungen, um gemeinsam eine zugunsten der Luftqualität veränderte Mobilität in der Innenstadt zu erreichen“. IHK und Stadt wollen darüber mit den Betrieben ins Gespräch kommen.

Nun soll eine zentrale Plattform geschaffen werden, auf der die Maßnahmen weiter konkretisiert werden sollen. Gedacht ist an etwa 20 Teilnehmer – sowohl aus IHK und Unternehmen als auch aus Stadtverwaltung und Politik. Die geplante neue Plattform zur Optimierung der Wirtschaftsverkehre in der Innenstadt soll Anfang des neuen Jahres bereits ihre Arbeit aufnehmen.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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