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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Neue Cafeteria verschlingt die doppelte Portion

09.01.2019

Oldenburg Das Niedersächsisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung e.V. unterstützt lebenslanges Lernen durch bedarfsorientierte, vielfältige und nachhaltige Fortbildungsangebote. So beschreibt die Einrichtung, die Nachwuchskräfte für kommunale Verwaltungen fortbildet, ihre Aufgabe.

Einen – schmerzhaften – Lernprozess durchläuft das Institut selbst bei einem eigenen Bauprojekt. Denn die Kalkulationen für den Bau einer Cafeteria am Sitz des Instituts an der Rosenstraße waren zu optimistisch. „Wir werden den vorgesehenen Kostenrahmen nicht einhalten können“, bestätigt der Präsident des Niedersächsischen Studieninstituts, Professor Michael Koop. Auf 400.000 Euro war der kleine Anbau an das Institut kalkuliert. Um wie viel sich die Summe erhöht, werde derzeit errechnet. Die „Neue Presse“ in Hannover berichtet, die Gesamtkosten hätten sich um mehr als 50 Prozent erhöht. Nach unbestätigten Angaben sollen sich die Kosten insgesamt sogar verdoppelt haben.

Präsident Koop bestätigt, dass die Ausgaben für den Brandschutz nicht eingehalten wurden. Deutlich teurer sei auch die Verlegung der Küche aus dem Keller ins Erdgeschoss geworden. „Das funktionierte nicht wie geplant; da musste nachgerüstet werden“, sagt Koop.

Den Vorwurf, die Küche sei überdimensioniert, weist der Präsident aber zurück. 80 bis 100 Essen würden allein von den Teilnehmern der Fortbildungen gebucht. „Die Essen sind Bestandteil für die Teilnahme an unseren Kursen und werden daher auch schon bei der Anmeldung von den Kommunen bezahlt“, sagt Koop. Die Cafeteria stehe zudem externen Nutzern offen, „zum Beispiel Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft gegenüber“. Die „Neue Presse“ hatte mit Bezug auf eine nicht genannte Quelle berichtet, es würden lediglich 50 bis 60 Essen am Tag ausgegeben. Laut Koop ist dies „höchstens an Freitagen der Fall“.

Eine langjährige Dozentin beschreibt den Anbau für die Cafeteria als „überfällig“. Die Situation im Keller sei nicht tragbar gewesen für Kursteilnehmer und Mitarbeiter.

Die Kostensteigerung – und die Verlängerung der Bauzeit – steht offenbar im Zusammenhang mit personellen Querelen. So soll sich das Studieninstitut von einem Mitarbeiter getrennt haben, der mit Bauprojekten an den drei Institutsstandorten Hannover, Braunschweig und Oldenburg befasst war.

Die ungeplanten Mehrkosten will das Studieninstitut durch Umschichtungen im Etat auffangen. „Das führt zu Einsparungen oder Verschiebungen bei anderen Projekten“, kündigt Koop an.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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