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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Umfrage: Betriebe reagieren gut – sind aber bedroht

06.11.2020

Oldenburg Basierend auf einer Umfrage unter 50 Unternehmen und Selbstständigen im Oldenburger Land sind hier 38 Prozent von der Corona-Krise stark oder sehr stark getroffen. Für jedes sechste Unternehmen ist die Krise sogar existenzbedrohend – das ist fast jeder zweite Betrieb der stark oder sehr stark Betroffenen. Insgesamt liegen die hiesigen Unternehmen damit aber immer noch etwas besser als der Bundesdurchschnitt, in manchen Bereichen sogar deutlich besser.

Das geht aus der 7. Unternehmerkunden-Studie im Auftrag der Commerzbank hervor. Dafür wurden bundesweit 3500 Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 15 Millionen Euro vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos befragt.

Oft Kurzarbeitergeld

Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen hat schon staatliche Unterstützung angenommen. Jeder dritte Unternehmer in Oldenburg und umzu hat Kurzarbeitergeld genutzt, um die Mitarbeiter zu halten – bundesweit nur jeder Vierte. Zuschüsse einer Landesförderbank erhielt regions- und auch bundesweit zwischen März und August jeder Vierte.

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Das Kredit- und Zuschussvolumen „lag hier in der Hälfte der Fälle bei unter 10 000 Euro – das heißt, dass insbesondere kleine Unternehmen betroffen sind“, sagte Uwe Borrmann, Leiter Unternehmerkunden der Commerzbank-Niederlassung Oldenburg, am Donnerstag. „Bei einem Drittel lag die Unterstützung zwischen 10 000 und 100 000 Euro – unter anderem abhängig vom Vorjahres-Umsatz und der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells.

Weniger Kündigungen

Für neun von zehn Unternehmen war die jeweilige Hausbank während der bisherigen Corona-Krise eine echte Unterstützung. Auch die Commerzbank habe „alles dafür getan, unseren Unternehmerkunden schnell und unbürokratisch zu helfen“, sagte Borrmann – etwa „in der Frage der richtigen Förderprogramme und der Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe“.

Insgesamt hat die Commerzbank seit Mitte März bundesweit 10 Milliarden Euro an Finanzierungen für Unternehmen bereitgestellt – 80 Millionen Euro in der Niederlassung Oldenburg.

Die Hälfte der Betriebe kam hier bislang ohne Personalmaßnahmen durch die Krise, bundesweit sogar knapp zwei Drittel. In Oldenburg und Umgebung wurde die Möglichkeit der Kurzarbeit deutlich stärker genutzt als im Bund – mit 36 gegenüber 27 Prozent. Allerdings gab es bundesweit auch schon 8 Prozent corona-bedingte Kündigungen, in Oldenburg 2 Prozent.

Drei von fünf Unternehmen setzen verstärkt auf Home-Office-Regelungen.

Digitalisierungsschub

Uwe Borrmann sagt: „Die Corona-Krise dient als Digitalisierungsschub. Gut die Hälfte der Oldenburger Unternehmer will die Digitalisierung im Unternehmen zügig weiter vorantreiben, das sind deutlich mehr als im Bundesschnitt (36 Prozent). Von denen, die die Digitalisierung verstärken wollen, sehen 73 Prozent das vor allem in Marketing und Kommunikation (Bund 57 Prozent) und 62 Prozent im Vertrieb (Bund: 47).

Stärkerer Teamgeist

Nur 20 Prozent der Unternehmen hier sagen „Unser Geschäftsmodell wurde gar nicht angepasst" – deutschlandweit gilt das für 44 Prozent.

Positiv zu Buche schlägt für die Oldenburger Unternehmer durch Corona die Nutzung neuer Technologien (60 Prozent/Bund 35 Prozent), die Stärkung des Teamgeistes (58 gegenüber 35 Prozent), die Steigerung der Kreativität (54 gegenüber 39 Prozent). Auch Entschleunigung und ein Gewinn an Familienzeit spielten eine Rolle.

„Auch wenn es durchaus positive Aspekte gibt, dürfte der erneute Lockdown die Wirtschaft in Oldenburg natürlich weiter belasten“, sagte Borrmann. Die Commerzbank rechne für das vierte Quartal nun bestenfalls mit einer schwarzen Null beim Bruttoinlandsprodukt, „wobei das Risiko einer zweiten Rezession deutlich gestiegen ist“.

Die heftigeren Auswirkungen und Insolvenzen zeigten sich voraussichtlich „erst so richtig im ersten und zweiten Quartal nächsten Jahres“.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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