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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Im Einsatz mit Bagger und Sägen

26.01.2018

Oldenburg Es wird gerodet und gesägt: Aus unterschiedlichen Gründen müssen im Stadtgebiet Bäume gefällt werden. Wie die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses informierte, müssen an der Grundschule Drielake neun Bäume und diverse Sträucher verschwinden – sie stehen dem Erweiterungsbau im Weg. Als Ersatz sollen 55 Bäume und mindestens 25 Sträucher gepflanzt werden.

An der Ammergaustraße ist es eine Eiche, die nicht erhalten bleiben kann. Auf der Südwestseite im Abschnitt zwischen Hochheider Weg und Trommelweg wird ein Gehweg gebaut. Für die vorhandenen Straßenbäume sollen Grünbeete eingerichtet werden. Nur bei dieser einen Eiche geht das laut Verwaltung nicht. Der Baum soll zeitnah gefällt werden. Als Ersatz gibt’s fünf neue Bäume an der Ammergaustraße.

Gefällt werden müssen auch eine nicht mehr standsichere Winterlinde auf dem Hof der Röwekampschule und 16 brüchige Hybrid-Pappeln am Drielaker See. Nachpflanzungen stehen derzeit nicht zur Debatte. Zwölf Tannen (davon drei mit Stammumfang zwischen 90 und 100 cm, die anderen zwischen 50 und 75 cm) werden im Zuge der Kanalbauarbeiten an der Wehdestraße gefällt. Drei heimische Laubbäume werden als Ersatz gepflanzt.

Gerodet wird zurzeit eine städtische Fläche entlang der Maastrichter Straße zwischen Großer EWE-Arena und BBS III. Den Angaben zufolge befinden sich auf dem Grundstück umfangreiche Altlasten aus früheren Nutzungen im Boden, u.a. durch die Deutsche Bahn. Nach der Rodung soll der Boden saniert werden.

Darum geht es auch andernorts. Auf dem Fliegerhorstgelände wird laut Mitteilung der Stadt aktuell mit vorbereitenden Arbeiten für die anstehenden Bauprojekte (NWZ berichtete) begonnen. Auch eine weitere Phase der Kampfmittelsondierung beginnt. Dazu müssen auf dem Gelände größere Flächen gerodet werden, Bäume und Sträucher werden in den kommenden Wochen entfernt. Grundlage ist der August 2016 vom Rat der Stadt Oldenburg beschlossene Masterplan.

Ein Blick in die Geschichte:

Im April und Mai 1944 wurde je ein großer Luftangriff auf den Fliegerhorst geflogen. Luftaufnahmen von 1945 zeigen die Spuren der Luftangriffe, die auch in den Flächen der geplanten Bauvorhaben sichtbar sind. Wie berichtet, ist eine erhebliche Anzahl von Bombenkratern auf der Aufnahme zu erkennen ebenso wie die Beschädigungen der einzelnen Gebäude. Aus Gründen der Gefahrenabwehr müssten vor den umfangreichen Erschließungsmaßnahmen die notwendigen Kampfmittelsondierungen auf dem Areal durchgeführt werden, so die Stadt.

Auf Basis der bereits erfolgten Luftbildauswertung und den Kampfmittelräumarbeiten in den Jahren 2015 bis 2017 könne nachgewiesen werden, dass im betreffenden Gelände des Fliegerhorstes zahlreiche Bombentrichter und Laufgräben zu Kriegszeiten vorhanden waren, teilt die Stadt mit. Und weiter: Im Zuge der Nachkriegsnutzung des Fliegerhorstes durch die britische Armee bis zur Übergabe an die deutsche Luftwaffe, wurden umfangreiche Bodeneingriffe vorgenommen, die zu massiven Bodenbewegungen geführt haben. Es wurde festgestellt, dass hierdurch ehemals ungenutzte Flächen signifikante Auffüllungen aufweisen. Ein Verbringen etwaiger im Boden vorhandener Kampfmittel kann laut Stadt nicht ausgeschlossen werden.

Die bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse der erfolgten Sondierungen und die Öffnung von Verdachtspunkten (Bombentrichter und Hohlformen) hätten ebenfalls gezeigt, dass diese auch zur Entsorgung von Munition gedient haben. Es sei davon auszugehen, dass ein großer Anteil des heutigen Baumbestandes erst nach dem Krieg auf diesen belasteten Flächen gewachsen ist und die Flächen nicht auf Kampfmittel abgesucht worden sind.

Um nach dem Stand der Technik von heute eine Kampfmittelfreiheit zu erreichen, müssten die Flächen freigemacht werden, so die Stadt. Die Rodung der Bäume und Sträucher werden voraussichtlich bis Ende Februar andauern.

Derweil ist das Schicksal zweier Kastanien an der August-Hanken-Straße noch unklar. Seit Wochen „zieren“ rote Markierungen deren Stämme – und die Anwohner wundern sich. Die NWZ hat bei der Stadtverwaltung nachgefragt. „Bei einer Baumkontrolle wurde aktuell Pilzbefall festgestellt. Weitere Untersuchungen werden jetzt folgen“, antwortet Stadtsprecher Stephan Onnen. Einer etwaigen Baumfällung gehe immer ein umfangreiches Prüf- und Genehmigungsverfahren voraus. Das sei hier noch nicht abgeschlossen.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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