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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadt soll (noch) grüner werden

20.09.2019

Oldenburg Oldenburg ist eine grüne Stadt. Allein 70 000 Bäume stehen auf städtischen Grundstücken, 30 000 davon entlang der Straßen. Doch die Stadt soll noch grüner werden.

Dachbegrünung

50 000 Euro stehen im Haushalt für die Begrünung von Dächern bereit. Gefördert werden nach Mitteilung der Stadt auch kleine Projekte wie die Begrünung von Carports – an Neu- aber auch Altbauten. Der Vorteil: Bepflanzte Dächer speichern das Regenwasser, wirken temperaturausgleichend und verhindern das sommerliche Aufheizen, sie verbessern das Stadtklima und tragen zur Luftreinhaltung bei, sie filtern Staub aus der Luft und dienen Insekten als Nahrungsquelle. Zudem wird die Kanalisation bei Regen entlastet.

Wartehäuschen

Auf Antrag der SPD-Fraktion hat die Verwaltung zudem geprüft, ob die Dächer der Wartehäuschen an den Bushaltestellen begrünt werden können – nach Vorbild der Stadt Utrecht in den Niederlanden und Leipzig. Prinzipiell steht die VWG einer Begrünung der Fahrgastunterstände positiv gegenüber, teilt die Stadtverwaltung mit. So verfügen auch die Dächer der VWG-Verwaltungsgebäude über eine Extensivbegrünung. Dabei wachsen verschiedene Sedum-Arten in einer nur fünf bis zehn Zentimeter dicken Substratschicht.

Die aktuell in Oldenburg stehenden Fahrgastunterstände können allerdings nicht ohne Weiteres mit einem Gründach versehen werden, da sie statisch nicht für diese größere Last ausgelegt sind, heißt es weiter. Ein entsprechender Umbau ist technisch kaum möglich und zudem aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll. Für Bushaltestellen mit begrünten Fahrgastunterständen müssten daher wie in Utrecht und Leipzig auch, alle bestehenden Unterstände gegen neue Modelle ausgetauscht werden. Dies hätte zur Folge, dass die vorhandenen, noch voll funktionsfähigen Unterstände entsorgt werden müssen. Zudem würden durch den Austausch hohe Kosten entstehen, da das Aufstellen etwa eines Fahrgastunterstandes des Leipziger Modells, ohne Abbau und Entsorgung des alten Unterstands, ca. 13 000 bis 15 000 Euro kostet.

Im Verkehrsausschuss gab es nun daher den Beschluss, ein Begrünungskonzept für Wartehäuschen zu entwickeln, die neu errichtet oder regulär erneuert werden.

Seit Anfang des Jahres 2019 wurden in Utrecht 316 Fahrgastunterstände mit einem Gründach aufgestellt. Auch in Leipzig läuft seit Juli 2019 der Aufbau von insgesamt ca. 500 Unterständen mit Dachbegrünung. Zusätzlich werden in beiden Städten auch Unterstände mit Solardächern installiert. In Oldenburg ist die VWG für die rund 600 Bushaltestellen im Stadtgebiet verantwortlich und unterhält auch die ca. 360 Fahrgastunterstände.

Lärmschutzwände

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr steht einer Begrünung der Lärmschutzwände entlang der innerstädtischen Autobahn nach Mitteilung der Stadtverwaltung durchaus offen gegenüber. Allerdings nur auf der der Fahrbahn abgewandten Seite und auch nur dann, wenn die Stadt sich um die Pflanzen kümmert und sie gegebenenfalls zurückschneidet. Die laufenden Unterhaltungsarbeiten an den technischen Bauwerken würden ebenfalls aufwendiger, da die Pflanzen für die Untersuchung zurückgeschnitten werden müssten. Zudem sei der Platz zwischen Fahrbahn und Lärmschutzwand für eine Autobahn gering, da die Straße beim Ausbau zunächst nur als Bundesstraße geplant war.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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