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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Umwelt: Magerrasen auch für Wildbienen und Heuschrecken

06.06.2020

Oldenburg Auf der vom „Arbeitskreis Artenvielfalt und Biotopschutz“ angelegten Magerrasenfläche vor dem Gebäude der ehemaligen Bezirksregierung am Theodor-Tantzen-Platz geht es auch explizit um den Schutz von Wildbienen und Heuschrecken und nicht nur um Wespen. Das stellt Diplom-Biologe Rolf Witt im Nachgang der Proteste von Landwirten am Donnerstag vor einer Woche in Oldenburg und die sich anschließende Berichterstattung klar.

Der Schwerpunkt liege auf der Förderung von Nistmöglichkeiten für die vielen Arten, die auf offene Bodenbereiche angewiesen seien. Diese Strukturen würden bei der Anlage von Blühflächen völlig vernachlässigt. Witt weiter: „Allerdings geht es nicht um die Förderung von der als Nutztier eingestuften Honigbiene. Die Ansaat mit vor allem einjährigen Pflanzen, wie die genannten Phacelia und Sonnenblumen, durch die Landwirte wird vor allem Honigbienen und wenigen häufigen Hummelarten nützen. Für Wildbienen und auch Solitärwespen haben diese Pflanzen keine Relevanz.“

Auch seien die Aussagen des Landwirts und Vorsitzenden des Kreislandvolkes Ammerland Felix Müller, der sich in einem Beitrag von Nordwest TV als Fachmann darstellt, sachlich als falsch einzustufen. Auf der durch die Landwirte angelegten Fläche werde die Artenvielfalt an blütenbesuchenden Insekten geringer als auf der Magerrasenfläche ausfallen. Aktuell werde die Besiedlung des Magerrasens wissenschaftlich untersucht. Witt: „So konnte ich spontan am 29. Mai innerhalb von 30 Minuten elf Wildbienen- und Solitärwespenarten mit ca. 100 Individuen auf der Fläche nachweisen, die den Landwirten wohl entgangen sind.“ Somit diskreditiert sich Müller mit seiner Aussage, er als Fachmann könne beurteilen, dass auf einer solchen „kleinen Sandkiste“ keine Fläche entstehe, auf der sich Arten ansiedeln könnten. Die Pilotfläche solle Beispiele zur regionaltypischen Förderung bodenbewohnender Insekten auch durch die Bürger geben. Ein entsprechender Infoflyer sei gerade erschienen.

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Der „Arbeitskreis Artenvielfalt und Biotopschutz“ setzt sich aus Fachwissenschaftlern der Universität Oldenburg, professionellen Zoologen und Botanikern sowie Fachleuten der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt zusammen.

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